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15.11.1996

Vorreiter geraten in Rückstand

Die Umstellung vieler Unternehmen auf Intranets und die Markteinführung von NCs veranlaßt einige Hersteller von Office-Paketen, ressourcenschonende, modulare Versionen ihrer Bürosoftware zu entwickeln. Bevorzugte Programmiersprache ist dabei das plattformunabhängige Java. Für die Integration solcher Anwendungen bietet sich "Javabeans" an, das Applets in gängige Komponentenmodelle wie OLE, Opendoc oder Netscapes Liveconnect integrieren kann.

Bei den Herstellern, die nun auf den Java-Zug aufspringen, handelt es sich um solche, die bisher monolithische Anwendungen für Windows entwickelten - sieht man vom zaghaften Lotus-Engagement für OS/2 ab. Jene, die schon vorher mit einer Multiplattform-Strategie oder komponentenbasierten Anwendungen vorpreschten, holt nun - wie bei der Tour de France - das Hauptfeld ein.

"Java-Strategie von Star Division steht noch aus"

Betroffen davon ist beispielsweise der deutsche Hersteller Star Division, der dank eines softwaretechnischen Bravourstücks sein "Star Office" für alle gängigen Betriebssysteme anbieten kann. Was sich die Hamburger über ihre C++-Klassenbibliotheken selbst erarbeiten mußten, fällt den Nachzüglern nun dank Java in den Schoß. Freilich kann Suns Programmiersprache bei der Ausführungsgeschwindikeit nicht mithalten. Außerdem werden Java-Anwendungen vorerst nur einen begrenzten Funktionsumfang aufweisen und nicht für alle Anwender eine brauchbare Alternative zu den großen Büroapplikationen darstellen. Dafür erschließt sich ihnen mit den NCs ein Markt, für den sich Star Office nicht eignet.

Eine offizielle Java-Strategie steht bei Star Division noch aus. Pressesprecherin Astrid Hütte verweist nur vielsagend auf die hauseigene Web-Page, wo in Stellenanzeigen nach Java-Programmierern gesucht wird.

Ähnlich ergeht es der Apple-Tochter Claris, die ihr "Works" in der Version 5.0 als Parts für Opendoc anbieten will. Die Nischenposition dieser Komponententechnologie engt das Produkt auf einen kleinen Markt ein, den die Java-Anwendungen dank Javabeans mit abdecken können. Auch dieser Hersteller verlautbarte bis dato keine Java-Pläne.

Wenn Sie demnächst jemanden laut mit einem Zigarrenetui oder der Hemdtasche sprechen hören, muß diese Person nicht unbedingt verwirrt sein. Sie könnte eines der neuen Handys mit Planer von Cambridge Consultants Ltd. (CCL) benutzen. Der schnurlose Hörer ist auf die Größe eines Frankfurter Würstchens geschrumpft, da bei diesem Modell die Telefonhardware und die Antenne in der Basiseinheit stecken. Der Hörer kann somit wie ein Kuli in der Brusttasche des Hemdes verschwinden. Durch den möglichen Abstand der Antenne vom Kopf habe sich außerdem das eventuelle Gesundheitsrisiko verringert.