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18.10.2005

Vorschlag für 600 Mbit/s schnelles Funk-LAN

Konsortium um Intel präsentiert 802.11n-Kompromiss.

Das Ringen um den kommenden WLAN-Standard 802.11n, der mit Transferraten von mehreren hundert Mbit/s aufwarten soll, ist mit dem Enhanced Wireless Consortium (EWC) um eine Variante reicher. Eine Standar- disierung war bislang daran gescheitert, dass die Industrie unversöhnlich in die zwei Interessengruppen Worldwide Spectrum Efficiency (WWiSE) und TGn Sync gespalten war. Unter der Führung von Intel, Broadcom, Atheros und Marvell haben sich nun 27 Unternehmen im EWC zusammengeschlossen und einen Kompromiss vorgeschlagen. Dieser sieht Transferraten von bis zu 600 Mbit/s vor und soll Frequenzen im 2,4- und 5-Gigahertz-Bereich nutzen. Zudem beinhaltet der EWC-Vorschlag eine Interoperabilität zu den bisherigen WLAN-Standards 802.11 a/b/g.

Mit Namen wie Cisco, Netgear, Toshiba, Apple, D-Link, Lenovo oder Sony konnte das EWC prominente Mitglieder gewinnen, die sich zuvor teilweise in einem der anderen Lager engagiert hatten. Allerdings kann das Konsortium nicht direkt auf die Standardisierung Einfluss nehmen, denn die entsprechende Arbeitsgruppe der IEEE hatte im Sommer beschlossen, nur die Vorschläge der WWiSE und der TGn Sync als Diskussionsgrundlage zuzulassen. Deshalb halten Hersteller wie Airgo Networks den EWC-Vorschlag für wenig hilfreich und sind überzeugt, dass er die Standardisierung weiter verzögere. Allerdings verfolgt Airgo bei seiner Argumentation handfeste Eigeninteressen: Das Unternehmen ist kein Mitglied des EWC, sondern war als WWiSE-Verfechter einer der größten Hersteller von 802.11n-Pre-Standard-Chips. Sollte sich das EWC mit seinem Vorschlag durchsetzen, dann bestünde die Gefahr, dass Geräte mit Airgo-Chipsatz nicht auf den endgültigen Standard aufgerüstet werden können. (hi)