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15.06.2001 - 

Industriegruppen kritisieren Sun und Oracle

"Vorwürfe gegen Microsoft sind paranoid"

MÜNCHEN (CW) - Zwei Interessengruppen, die "Association for Competitive Technology" und die "Computing Technology Industry Association", traten mit einem Report den Anschuldigungen entgegen, Microsofts Online-Strategie werde Anwender in völlige Abhängigkeit vom Softwareriesen zwingen.

Mit ihrer Stellungnahme reagierten die beiden Industrievereinigungen auf Kritik, die Microsoft-Gegner wie beispielsweise Sun Microsystems und Oracle gegen die Online-Produktstrategie der Gates-Company vorgebracht hatten. Mit seinem neuen Betriebssystem "Windows XP" sowie den "Microsoft.Net"-Web-Dienstleistungen zwinge der Softwaregigant Anwendern seine Technologien auf.

Procomp, eine Industriegruppe, die von Microsoft-Konkurrenten unterstützt wird, hatte in einem am 17. Mai 2001 veröffentlichten Bericht argumentiert, .Net sei der Versuch, "das Internet in einen großen Microsoft-Abonnement-Service umzufunktionieren". "Wenn Anwender", so der Bericht weiter, "Windows XP starten, steht ihnen genau eine Browser-Software, ein E-Mail-Programm, eine Media-Software und ein einziges Programm, mit dem sich in direkter Kommunikation Botschaften austauschen lassen (Instant-Messaging), zur Verfügung." Mit Microsoft.Net wiederum wolle das Unternehmen Abonnementgebühren für einige seiner Consumer-Softwareprodukte sowie für Dienstleistungen wie das Instant-Messaging-Programm einführen.

Die "Association for Competitive Technology" und die "Computing Technology Industry Association" traten diesen Anschuldigungen vehement entgegen und bezeichneten sie als "paranoid". Umgekehrt würden Unternehmen wie Sun oder Oracle versuchen, die geltende Rechtsprechung durch Winkelzüge zu konterkarieren, um so Microsoft daran zu hindern, integrierte Software zu entwickeln. Genau dieser Begriff war in den zurückliegenden Verhandlungen des Justizministeriums in seinem Kartellrechtsstreit gegen Microsoft von zentraler Bedeutung. Die Gegner des Softwaremonopolisten argumentierten, Microsoft integriere unterschiedliche Softwarepakete wie etwa den Internet-Browser in einer Weise in sein Brot-und-Butter-Produkt Windows, dass Anwender kaum Chancen hätten, andere Software einzusetzen. Damit würden Konkurrenzprodukte unattraktiv und der Markt bewege sich nicht mehr vorwärts.