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19.03.1999 - 

Wachstum von zehn bis 20 Prozent prognostiziert

Wachstum von zehn bis 20 Prozent prognostiziert Für IBM ist Distributed Learning ein Zukunftsmarkt

19.03.1999
MÜNCHEN (hk) - Einer aktuellen IBM-Studie zufolge ist Distributed Learning ein Markt der Zukunft. Der elektronische Geschäftsverkehr sowie der steigende Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern führe zu einem jährlichen Wachstum von zehn bis 20 Prozent.

Unter Distributed Learning versteht der Computerriese alle elektronischen Lernmittel von der CD-ROM bis zum Internet. IBM befragte Vertreter aus 603 Unternehmen der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika), und zwar Personen, die "am direktesten für die Schulungsstrategie verantwortlich sind".

Urs Hinnen, Schulungschef der deutschen IBM, hält das Ziel des zweistelligen Zuwachses für realistisch und verweist auf sein Unternehmen. Im vergangenen Jahr fanden 15 Prozent aller Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen via Internet und Intranet statt. In diesem Jahr sollen es bereits 30 Prozent sein.

Auch die Kosteneinsparungen werden den Firmen den Einstieg ins Distributed Learning erleichtern, ist Hinnen überzeugt. IBM spare durch das elektronische Lernen weltweit 100 Millionen Dollar pro Jahr.

Bestärkt fühlt sich der Schulungschef durch eine Aussage aus der Studie: Für 95 Prozent von denen, die Distributed Learning einsetzen, hätten sich alle beziehungsweise die meisten Anforderungen bezüglich dieser Lernform erfüllt. Als Vorteile des Distributed Learning wurden häufig genannt: Man kann das Tempo selbst bestimmen (55 Prozent), es ist bequem (50 Prozent), es ist innovativ (47 Prozent).

Als Hauptnachteile werteten 58 Prozent der Studienteilnehmer, daß sich elektronisch keine Schlüsselqualifikationen vermitteln ließen und daß es kein menschliches Feedback gebe. Die Dozenten müßten erst lernen, ihre Schüler via Netz zu betreuen. Diesen Punkt strichen vor allem die Befragten aus Italien und Deutschland heraus. Für den Schweizer Hinnen ist das eine Mentalitätsfrage: Amerikaner und Engländer gingen viel unverkrampfter mit neuen Medien um, in Deutschland dagegen werde zunächst alles pädagogisch und didaktisch hinterfragt.

Auf die Frage nach den Zielen der aktuellen Schulungsstrategie antworteten 22 Prozent, daß die Motivation der Mitarbeiter im Vordergrund stehe, aber auch die Verbesserung der Wettbewerbsposition. Weniger wichtig waren für die Befragten die Veränderungen im Unternehmen (elf Prozent).

Laut einer IBM-Studie zum Thema Distributed Learning bevorzugte etwa ein Viertel der Befragten das Web-basierte Lernen über das Internet. LAN-basiertes Lernen ist seltener. Quelle: IBM