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17.01.1975

Wagner-Computer:\Wartung gewährleistet

BERLIN - Seit der gemeinsamen Blitzaktion der Steuerbehörde, der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft im Februar 1974 sind Wagner-Computer fast unverkäuflich. "Da helfen alle Zusicherungen nichts", sagt Vertriebsleiter Raschinger von der Kurt Herzke KG, Büromaschinenhändler und Wagner-Werksvertretung in Andernach, "Verträge können praktisch nur noch mit Konzessionen gemacht werden."

Wagner-Computer hat in den vergangenen Jahren 100 Millionen Mark investiert und fordert nach dem Berlin-Förderungsgesetz eine Investitionszulage in Höhe von 28 Millionen Mark von der bisher 7 Millionen Mark ausgezahlt wurde. Die "fehlenden" 21 Millionen haben Wagner-Computer in eine Liquiditätsklemme gebracht. Das Fortbestehen der Wagner-Computer-Gruppe steht seit dem 6. Januar auf des Messers Schneide: In einer Betriebsversammlung kündigte Konzern-Chef Dr. Günther Wagner einen Zwangsurlaub von ein bis zwei Wochen für 80 der 103 Berliner Mitarbeiter an.

An Aufgeben denkt Dr. Wagner nicht. Er rechnet mit einer "Abschlagszahlung" des Finanzamtes von 2,5 ; Millionen Mark in den nächsten Tagen. Verhandlungen, die am 10. Januar zwischen der CWD Computer Wartungs-Dienst GmbH, Duisburg, vertreten durch Vertriebsleiter Krumbholz, und der Firma Wagner-Computer über das Inkrafttreten eines Serviceausfall-Garantie-Vertrages geführt wurden, lassen allenfalls den Schluß zu, daß die Wagner-Computer die Wartung der installierten WAC-Systeme nicht mehr übernehmen will. Dazu Rolf Katzsch, Geschäftsführer der Computer World Trading GmbH, zu der die CWD gehört: "Die Kontinuität der Wartung ist gewährleistet. CWD-Techniker sind an Wagner-Systemen ausgebildet und verfügen über das erforderliche technische Know-How."

Es geht nur noch darum daß sämtliche Ersatzteilbestände von der CWD übernommen werden sollen. "Ob der Vertrag zustande kommt, ist lediglich eine Preisfrage", sagt Rolf Katzsch.

So sind auch Wagner-Kunden, die mit einem WAC-System arbeiten, was die Wartung angeht, nicht sonderlich beunruhigt. Prokurist Werny von der Weingroßhandlung Reh in Leiwen an der Mosel: "Wenn im letzten Jahr so wenig Wagner-Systeme verkauft wurden, dann dürfte zumindest die Ersatzteilversorgung für unsere Anlage in den nächsten Jahren sichergestellt sein."