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06.03.2006

Wal-Mart: Im nächsten Jahr 600 RFID-Partner

Das Handelsunternehmen baut die Anwendung der Funkfrequenztechnik aus.

Mit Macht treibt die Wal-Mart Stores Inc., Bentonville, Arkansas, den Einsatz der Radio Frequency Identification (RFID) voran. Bis zum Januar 2007 erwartet der Handelsriese, dass etwa 600 seiner Lieferanten ihre Ware mit RFID-Tags kennzeichen und rund 1000 Ladengeschäfte in der Lage sind, die auf den integrierten Chips abgelegten Informationen zu verarbeiten. Das verriet die für Informationssysteme verantwortliche Vice-Präsidentin Carolyn Walton auf der gerade zu Ende gegangenen "RFID World" in Dallas.

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Die ersten Schritte auf dem RFID-Terrain machte Wal-Mart vor etwa einem Jahr. Im Januar 2005 wurde die erste Pilotinstallation in einem Verteilzentrum in Dallas scharf geschaltet. Laut Walton rüsteten damals 100 Lieferanten ihre für das Distributionslager bestimmten Produkte mit RFID-Chips aus. Mittlerweile seien 300 Zulieferer und fünf Distributionszentren beteiligt, und die mit RFID gekennzeichneten Paletten würden an etwa 500 Wal-Mart-Niederlassungen ausgeliefert.

Laut Walton haben sich die bisherigen RFID-Investitionen für Wal-Mart ausgezahlt - sogar ohne fundamentale Änderung der Prozesse. Die Technik habe konkrete Vorteile mit sich gebracht: Beispielsweise werde ein über Funk identifizierbarer Artikel im Fall, dass er einmal nicht mehr im Regal vorhanden sei, dreimal so schnell nachgefüllt wie ein anderer. Die Menge der Produkte, die "von Hand" ersetzt werden müssen, habe sich um zehn Prozent verringert.

Zudem versucht Wal-Mart, die RFID-Technik auf neue Anwendungsbereiche zu übertragen. In der Proof-of-concept-Phase befindet sich ein Projekt, in dem verderbliche Ware mit Sensor-Etiketten ausgestattet wird. Mit Hilfe dieser speziellen Tags kann Wal-Mart beispielsweise nachverfolgen, wie lange eine Ladung Bananen unterwegs war. So lässt sich sicherstellen, dass die Früchte verkauft werden, solange sie gelb sind.

Auf der To-do-Liste steht in diesem Jahr auch ein Projekt, mit dem das Entladen der LKWs effizienter gestaltet werden soll. Jedes Wal-Markt-Fahrzeug befördert rund 7000 Kisten. Sie auszupacken ist eine zeitraubende Aufgabe - und eine komplizierte, weil einige "zeitkritische" Artikel direkt in die Ladenregale geräumt werden müssen. Hier könnte den Angestellten die Arbeit durch tragbare Devices erleichtert werden, die per RFID aus der Warenmasse die Produkte herausfischen, die besonders schnell in den Verkaufsraum gebracht werden müssen. (qua)