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29.09.2000 - 

Kommentar

Wandel als Selbstbetrug

Flache Hierarchien, offene Kommunikation, Teamwork, mündige Mitarbeiter und Innovation durch ein attraktives Vorschlagswesen sind Schlagworte, die schon seit Jahren durch die Unternehmen geistern. Glaubt man den reichlich verteilten Mitarbeiterhandbüchern, dann ist vieles davon längst Realität. Von Wirtschaftskennern wie Gary Hamel beraten, schwärmen die Unternehmensleiter inzwischen auf Konferenzen von jungen aktiven Querdenkern, mit denen zusammen sie ganz eigene neue Geschäftsideen entwickeln wollen, um auch im schnelllebigen E-Business-Zeitalter noch eine Rolle spielen zu können.

Doch die Herren lügen sich mit solchem Selbstlob meist in die Tasche. Hand aufs Herz: Welcher Manager definiert sich nicht als Entscheider? Die auf Konkurrenz getrimmten Führungskräfte sähen ihre Position geschwächt, ja bedroht, wenn sie ehrgeizigen Mitarbeitern weitreichende Entscheidungsbefugnis überließen. Die Konsequenz: Flache Hierarchien bleiben eine Illusion. Wandel wird weiterhin verordnet. Unter solchen Umständen bleibt die Beteiligung von Mitarbeitern auf Nebenschauplätze beschränkt. Ideen müssen sich solche Unternehmen durch Akquisitionen kaufen.