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18.01.1991 - 

Digital Equipment schließt zwei US-Werke

Wandel des Marktes erzwingt neue Geschäfts- und Preispolitik

MÜNCHEN (CW) - Der DV-Markt hat sich nach Einschätzung der Digital Equipment Corp. (DEC) vom Hersteller- zum Käufermarkt entwickelt. Aus diesem Grunde ändert DEC nach eigenen Angaben weltweit ab sofort die Geschäfts- und Preispolitik. Vor allem bei den Preisen richtet sich das Unternehmen an den Erfordernissen des Commodity-Marktes aus.

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekanntgibt, bediene man die drei unterschiedlichen Marktsegmente für Commodity-Produkte, System- und Lösungspakete sowie für integrierte Lösungen. Alle drei Teilbereiche zeichneten sich - so DEC weiter - durch ein unterschiedliches Käuferverhalten aus. So entschieden im Commodity-Markt wegen der vielen Anbieter gleichartiger Produkte vor allem der Preis und die Lieferfähigkeit über den Zuschlag.

Anbieter von System- und Lösungspaketen müßten in erster Linie durch Systemleistung überzeugen, bei integrierten Lösungen entscheide vor allem der Beitrag, den ein Anbieter zur Geschäftsentwicklung beisteuern könne.

Wegen dieser unterschiedlichen Anforderungen führt Digital Equipment nun in einem ersten Schritt im Commodity-Bereich Nettopreise ein. Gleichzeitig werden neue Prozeduren für die Festlegung von Listenpreisen sowie direkte Verkaufsprozesse eingeführt.

Durch die Nettopreis-Anpassung für viele Commodity-Angebote wie Haupt- und Massenspeicher, Terminals und Drucker, Netzwerk- sowie Kommunikationsprodukte würden laut DEC die neuen Listenpreise zwischen fünf und 47 Prozent fallen.

In einem zweiten Schritt werden zukünftig Workstations preislich neu gruppiert.

Keine Preisbewegungen sieht man bei DEC vorerst im Bereich der Systeme, Server, Software oder beim Service. Für Endbenutzer seien die Nettopreis-Produkte nicht mehr unter den gültigen Mengenstaffeln rabattfähig, für DEC-Vertriebspartner würden ab sofort keine umsatzabhängigen Rabatte mehr gelten.

Außerdem kündigte DEC an, man werde die Fertigungsstätten in Springfield, Massachusetts, und Burlington, Vermont, bis Ende April 1993 schließen. Von der Maßnahme sind 670 Mitarbeiter betroffen. Als Erklärung gab Vice-President Edward McDonough an, die technologische Verlagerung des Schwerpunkts auf Halbleiter sowie die Nachfrage-Verschiebung hin zu Low-cost-Massenprodukten hätten DEC zu diesem Schritt gezwungen. Die Presseagentur "vwd" zitiert McDonough ferner mit dem Argument, auch die Konjunkturschwäche habe die Werkschließungen erforderlich gemacht.