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13.11.1981 - 

Hybridsystem 250 verwaltet Daten, Text, Bild und Sprache:

Wang: Dritte Generation der Bürotechnik

LOWELL/MASSACHUSETTS - Die Wang Laboratories, Inc. (Lowell/ Massachusetts), immer für Überraschungen im Bereich Textverarbeitung gut, marschiert weiter in Richtung elektronisches Büro: Alliance 250, ein hybrides System für das Speichern und die Verarbeitung von Daten-, Text-, Sprach- und Bild-Elementen, soll die "führende Stellung" des US-Herstellers im Markt für "Office Automation" (Wang-Werbung) untermauern. Freut sich Wang-Vize John F. Cunningham: "Damit sind wir der IBM um zwei Jahre voraus."

Wangs Erstling der "dritten Generation von Bürosystemen" wurde jetzt am US-Markt vorgestellt. Mehrfunktionsgeräte auf Computerbasis für das "Automated Office" haben vor kurzem auch die Minicomputer-Produzenten Hewlett-Packard und Digital Equipment angekündigt (CW Nr. 45 vom 6. 1 1. 81, Seite 1 und Seite 3). Zu den Wang-Konkurrenten auf dem stark expandierenden Textverarbeitungsmarkt gehören überdies Datapoint und Prime, die ähnliche Systemstrategien verfolgen.

Als Alliance-Knüller hebt Wang allerdings eine "einfache" Datenbank ("a fully inverted file") sowie die Kombination von Text und Sprache hervor; ferner die Möglichkeit, "elektronische Briefe" zu senden und zu empfangen und einen "persönlichen, digitalen" Terminkalender zu führen.

Einige dieser Funktionen sind als Erweiterungen des "Office Automation Systems 140/145" (OIS) verfügbar, das ebenso wie Alliance von "Wangnet" unterstützt wird. Das Sprach-Feature wird jedoch nur mit der neuen Audio-Workstation 5300 bereitgestellt.

Erweitert haben die Loweller auch die Systemfunktionen ihres Einzelplatz-Wangschreibers, der jetzt wie eine IBM 2780/3780-Datenstation arbeiten kann. Unter dem Betriebssystem CP/M von Digital Research läßt sich das Textsystem-Baby überdies als Personal Computer verwenden. An einen Einzelverkauf denkt Wang freilich nicht.

Mit Alliance und OIS wendet sich Wang fürs erste an die "Größten der Großen" -nämlich die Top-500-US-Firmen. Auch von diesen kämen laut Cunningham zunächst nur etwa 50 als Pilotanwender in Frage: "Der Markt ist noch nicht reif."

Für 1983 hofft der Wang-Vize auf weitere 150 Interessenten aus der Fortune-Liste. Profitabel vermarkten werde Wang die neuen Bürosysteme wohl erst in drei, vier Jahren. Doch sei es zum Überleben enorm wichtig bereits heute ein klares Statement abzugeben, wohin die Reise auf dem Produktsektor geht. Von den etablierten Mainframern habe allein IBM die Zeichen der Zeit erkannt und auf aggressive Akquisition im Terminal- und Office-Automation-Geschäft umgeschaltet. "An IBM kommt keiner vorbei", bekennt denn auch Cunningham, fügt jedoch gelassen hinzu: "Wir haben nichts zu verlieren."

Ausführlicher Bericht in der nächsten Ausgabe im Schwerpunkt "Büroelektronik".