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30.01.1987 - 

Trotz roter Zahlen verspricht Juniorchef rosige Zukunft:

Wang mit fast 80 Millionen Dollar im Minus

LOWELL/MÜNCHEN (ujf) - Nach zwei Wochen straften die Fakten Fred Wang Lügen: Nicht 30 oder 35 Millionen, wie er angekündigt hatte, sondern sage und schreibe 78,6 Millionen Dollar Quartalsverlust muß der President der Wang Laboratories Inc. vor seinen Aktionären verantworten. Doch er gibt sich weiterhin optimistisch.

Obwohl die Rückkehr in die Gewinnzone bislang nicht gelungen ist und die Verluste sogar wieder kräftig zugenommen haben, sieht Frederik Wang, Sohn des Unternehmensgründers und oberster Manager des US-Konzerns, die Zukunft durch die rosarote Brille. Der schwachen Konjunktur in den USA, unter der selbst die IBM stöhnt, zum Trotz verweist der Juniorchef auf volle Auftragsbücher. Im letzten Vierteljahr 1986 bröckelten zwar 1,5 Prozent vom Umsatz ab; er erreichte somit noch 668,9 Millionen Dollar. Doch in diesen drei Monaten seien Aufträge für 763 Millionen Dollar hereingeholt worden, und angesichts einiger neuer Produkte rechnet Fred Wang mit einer anhaltend guten Nachfrage.

Den peinlichen Umstand, daß der Verlust im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 1986/87 mehr als doppelt so hoch ausfiel, wie er noch wenige Tage zuvor behauptet hatte, rechtfertigte Wang damit, daß Abschreibungen auf Lagerbestände in Höhe von 30 Millionen Dollar nötig geworden seien. Außerdem schlügen Abfindungen aus dem Stellenabbau-Programm mit rund sieben Millionen Dollar zu Buche.