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VS 300 als Äquivalent zur 4341 angekündigt:


02.11.1984 - 

Wang Office im Rahmen von Disoss homogen

KÖLN (bi) - 43 Prozent Umsatzplus im vergangenen Geschäftsjahr (30. Juni) und die neu genommene Umsatzhürde der Größeren im Computergeschäft, zwei Milliarden Dollar weltweit, nahm Wang-Geschäftsführer Dieter Basziszta zum Hintergrund einer Gesamtrepräsentation der Company und ihres Produktfeldes. Die Philosophie homogener Hard- und Software-Systeme habe sich in der Bundesrepublik durchgesetzt, ferner die Anforderung an eine einheitliche Benutzeroberfläche bei Multifunktionalität des Arbeitsplatzes, erklärte der Wang-Mann im Hinblick auf die eigene Palette und die des Marktführers.

Premiere hatte der kleinste aus der VS-Familie, der VS 15; angekündigt wurde der VSA 300, ein Rechner für Großunternehmen, vergleichbar einer IBM 4341, Modell 3. Software-Thema Nummer eins war: "Wang-Office", ein Globalkonzept, dessen künftiges "Herz" eine Datenbank sowohl für strukturierte wie nichtstrukturierte Daten sein werde, orientiert an den IBM-Architekturen beziehungsweise Protokollen DIA (Document Interchange Architecture), DCA (Document Content Architecture) und der Bürosoftware "Disoss".

Stolz gab man sich über die Absatzzahlen des Professional: 1500 Stück im vergangenen Geschäftsjahr, 800 bereits im ersten Quartal. Großkunden stehen auch hier im Vordergrund. Gerade freigegeben wurde eine Karte für die Zurüstung dieses Wang-Mikros, die die Siemens Transdata-Prozedur in den recht kommunikationsfähig angelegten Wang-Einstiegs-Kleinrechner integriert. X.25 sei selbstverständlich; bis zu 255 Mikros seien zusammenschaltbar. Als Referenzkunden, auch im Zusammenhang mit dem Wang PC, nannten die Wang-Leute Ford, den Veba-Konzern (mit einer Installation von WangNet), Thyssen, Krupp, Henkel etc. allein in Nordrhein-Westfalen.

Den ersten Einsatz eines PIC (Professional Image Computer) in der Bundesrepublik melden die Textverarbeitungsklassiker; gemeint ist damit eine Funktionseinheit, die mittels Scanner Bildinformation digitalisiert und speichert, und zwar auf Platte. Alle Bild- und Textdokumente seien beliebig modifizier- und gemischt verwendbar. Der Kunde ist Blaupunkt; vorerst werde noch getestet.

Angekündigt wurde an Peripherie ein Büro-Laserdruck, als Stockwerk beziehungsweise Abteilungsgerät für Resource-Sharing.

Über Bürofähigkeiten hinaus geht der neue "Kleine" der großen VS-Serie; neben der Text- sei die große Rechenleistung wesentliches Kriterium. Der VS 15 verfüge über eine selbstentwickelte CPU; Grafik-Einsatz und "Image"-Anwendungen (siehe PIC) wurden aus der Palette diverser Anwendungspakete besonders erwähnt. Hier wollen die Amerikaner mit dieser Maschine wohl den breiter werdenden Markt für zweidimensionale Grafik, also in erster Linie Business-Grafik, eindringen.

Der Zentralprozessor der VS 15 führt 32-Bit-Befehle aus und verfügt über einen Hauptspeicher mit einer Kapazität von maximal 1 MB. Das Standard-System unterstützt bis zu 10 Bildschirmarbeitsplätze sowie eine 9-Spur-Bandstation. Einsetzbar ist der kleine Große als Stand-alone-System, aber auch, der mit größeren SV-Systemen innerhalb eines dezentralen Netzwerkes kommuniziert. Er unterstützt Standard-Programmiersprachen, Ferndiagnoseprogramme, Datenfernübertragung, Zugriff auf Netzwerke, Dienstprogramme, Textverarbeitung sowie "Wang Office".

Integrationsrahmen aller vorhandenen und angekündigten Produkte sei "Wang Office". Fertig liege jedoch erst das Design vor, auf Produkte müsse noch gewartet werden. In den USA gebe es jedoch bereits 20 Testkunden.

Zur Integration digitalisierter Sprache äußerten sich die Integrations-Philosophen zurückhaltend, offenbar wird noch experimentiert und zwar im Zusammenhang mit dem Professional.

Nach dem Aufwand für Forschung und Entwicklung befragt, gab Basziszta den Wert mit acht Prozent vom Umsatz an.