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17.11.1989 - 

Großer Overhead verhindert besseren Service

Wang schrumpft weiter: 2000 müssen zum Jahresende gehen

LOWELL (CW) - Die Gerüchte um neue Entlassungen bei Wang Laboratories Inc. haben sich bewahrheitet: Weitere 2000 Mitarbeiter werden bis zum Jahresende ihren Job verlieren. Die Kürzungen und eine Restrukturierung bis Anfang l990 werden Wang nach eigenen Angaben etwa 30 Millionen Dollar kosten.

Jeweils die Hälfte der fraglichen Arbeitsplätze werden in Massatchusetts und in Ländern außerhalb der USA wegfallen. Außerdem sollen drei Arbeitsbereiche reorganisiert werden: die Ablauforganisation von der Bestellung über die Produktion zur Lieferung, die Produktentwicklung und schließlich der Bereich des technischen Supports einschließlich der Fakturierung.

Der kürzlich als Nachfolger des Gründersohnes Fred Wang angetretene Wang-Chef Richard Miller sagte auf einer Pressekonferenz, die Maßnahmen hätten das Ziel, den Kontakt zwischen Kunden und Entwicklern zu verbessern. Entwicklerteams werden, so Miller, mit den Anwendern deren Probleme vor Ort diskutieren.

Wang beschäftigte vor den Entlassungen weltweit noch 25000 Mitarbeiter, nachdem in diesem Jahr bereits 5000 hatten gehen müssen, um die drohende Pleite zu verhindern. Der Mini- und Bürospezialist hat nach Ansicht von Branchenkennern einen viel zu großen Verwaltungsoverhead; demzufolge ist der Umsatz pro Angestelltem sehr niedrig.

Analysten und Anwender hatten schon auf die Entlassungsgerüchte hin applaudiert: "Was wirklich für die Gesundheit des Unternehmens nötig wäre, ist ein Abspecken auf 20 000, fordert etwa Steve Wendler vom Beratungsunternehmen Gartner Group Inc. aus Stamford, Connecticut.

Gleichwohl hielte er einen so radikalen Personalabbau für problematisch, denn er könnte die Existenz von Wang gefährden.

Wang-Anwender Clement Kichuk Jr., Vice-President von MIS Marketing of America, Connecticut, bezieht sämtliche Hardware und Teile seiner Software aus Lowell und schwört darauf. Auch er hält Entlassungen für unverzichtbar, fürchtet allerdings, zeitweise vom Wang-Support allein gelassen zu werden: "Ich sehe es kommen, daß wir anrufen und es wird niemand da sein, um uns zu antworten, zumindest nicht so bald wie wir das möchten", unkt Kichuk.