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04.05.1990 - 

Verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis

Wang steckt Produktstrategie für VS-Modellserie 5000 neu ab

04.05.1990

LOWELL (IDG) - Die Wang Laboratories Inc. aus Lowell setzt zu einer neuen Produktoffensive an, die in erster Linie auf ein besseres Preis- Leistungs-Verhältnis ihrer VS 5000-Systeme abzielt. Weitere Neuerungen fallen in die Bereiche Fax- Kommunikation und Kundenserzvice.

Wangs VS-Modelle 5000 stehen im Rahmen der "Repackaging"-Strategie in insgesamt zwölf neuen Konfigurationen zur Verfügung, wobei die Preise jetzt zwischen 12 000 und 125 000 Dollar liegen.

Nach Angaben des Wang-Präsidenten Richard Miller unterstreichen die Neuankündigungen die Rolle der VS-Rechner als traditionelle Mittelklasse-Computer, als Server im Rahmen der von Wang angepeilten offenen und Unix-basierten Hardware- beziehungsweise Architekturumgebungen und als integrierter Server für die Bildverarbeitung.

Wie Miller betonte, stehen im Hinblick auf VS-Systeme weitere Innovationen ins Haus. Geplant sei zunächst die Einführung von größeren und noch leistungsfähigeren Modellen mit neuen High-end-Maschinen. Außerdem sollen die Kommunikationsfähigkeit, die Betriebssysteme und die Migration zu internationalen Standards verbessert werden.

Die Mitte 1988 eingeführten Modelle VS 5000 gelten als "Renner" unter den VS-Systemen. Bisher wurden insgesamt mehr als 7500 der unter VS und VS/Unix laufenden Hardware-Einheiten mit Support für gegenwärtig 16 bis 128 Nutzern installiert.

Wang kann neben den VS-Konfigurationen auch mit einer neuen Fax-Maschine aufwarten die dem Vernehmen nach für Anwender-Newcomer in den Bereichen VS-Midrange-Rechner 8000 und Minicomputer der Serie 10 000 im oberen Leistungsbereich besonders geeignet ist. Zusätzlich stellte der Minicomputer-Anbieter kürzlich weitere Services und Garantieleistungen für die Kunden in Aussicht. Einzelheiten dazu wurden allerdings nicht genannt.

Heilige Allianz

Eine außergewöhnliche Möglichkeit, Geld zu sparen, haben IBM-Großanwender entdeckt: Wer Big Blue gegenüber durchblicken läßt, daß die PCM-Anbieter, also Comparex, Amdahl oder HDS, auch schöne Maschinen haben, kann mit Preiszugeständnissen des Mainframe-Marktfahrers rechnen.

Das war nicht immer so. Solange der DV-Koloß in der Position war, seine Großsysteme gleichsam nach dem "Wer-zuerst-bestellt-bekommt-zuerst-Prinzip " verteilen zu können, galt der Grundsatz der Gleichbehandlung der Kunden uneingeschränkt. Das heißt: Preisnachlässe waren tabu. Die ethisch verbrämten Geschäftsgrundsätze der IBM ließen keine Rabatt-Mauschelei zu.

Wenn doch gegen das "Gesetz" verstoßen wurde, regelte die IBM den Fauxpas intern: Der verantwortliche Vertriebsmitarbeiter wurde zurückgestuft. Der Ex-Vertriebschef der IBM Deutschland GmbH, Cornelius Schulz-Wolfgramm, ist das wohl bekannteste Beispiel dafür, daß selbst Leitende aus dem Verkehr gezogen wurden.

Als der Mainframe-Boom Mitte der 80er Jahre zu Ende ging, wurde diese Verkaufsethik bald zum Klotz am Bein. Zwar werden nach wie vor aus dem IBM-Umfeld keine Fälle von besonderer Begünstigung einzelner Kunden bekannt, in Wirklichkeit aber läßt Mother Blue heute mehr mit sich handeln als sie öffentlich zugibt. Die Allianz zwischen der großen IBM und dem großen Kunden, der genießt und schweigt - diese heilige Allianz funktioniert noch.