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20.10.1989 - 

Verluste für erstes Quartal '8990 zu erwarten

Wang trotz schlechtem Ergebnis zuversichtlich

LOWELL/MASS. (vwd/CW) - Richard Miller, seit knapp zwei Monaten als Präsident und "Feuerwehrmann" in Sachen Wang-Turnaround engagiert, gibt sich trotz Gegenwind zuversichtlich: "Ich habe noch kein Drei-Milliarden-Unternehmen erlebt, das nicht profitabel gemacht werden kann."

Die in einer umfassenden Sanierung steckenden Wang Lababoratories Incorporation hat für das gerade abgeschlossene erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres Analysten zufolge mit Verlusten in Höhe von 30 bis 70 Millionen Dollar zu rechnen. Die Einkünfte verringerten sich um 13 Prozent auf 595 Millionen Dollar (684).

Für das laufende Quartal erwartet Wangs neuer Präsident Richard Miller aber geringere Verluste. Er betonte, daß Wang bereits Anfang nächsten Jahres wieder in den schwarzen Zahlen sein und im vierten Quartal (l. 4.-30. 6. 1990) Gewinne ausweisen werde. Obwohl für das Gesamtgeschäftsjahr '89/90 wohl noch ein Verlust ausgewiesen werden müsse. Der angeschlagene Hersteller hatte das Geschäftsjahr '88/89 mit einem Verlust von 424,3 Millionen Dollar beendet.

Das Unternehmen bestätigte Spekulationen über den Verkauf von nichtstrategischen Unternehmensbereichen, aus dem man Erlöse in Höhe von 400 bis 500 Millionen Dollar erwarte. Wang trennt sich von zwei Leasing-Unternehmen und zwei US-amerikanischen Töchtern, darunter die Telekommunikationsfirma Intecom. "Das wird den Druck der Banken und die Höhe der Zinszahlungen verringern", sagte Miller.

Eine Umsatzprognose für das neue Geschäftsjahr wollte Miller allerdings nicht machen. Ebenfalls keine genaue Aussage machte der Wang-Chef zu weiteren Stellenstreichungen. Trotz der im letzten Halbjahr geopferten 6000 Arbeitsplätze habe Wang allerdings immer noch einen zu großen Verwaltungsapparat, führte Miller weiter aus. Von allen Mitarbeitern arbeiteten nur 10 000 direkt in F& E, der Produktion, Vertrieb und Service. "Die anderen helfen ihnen", sagte Miller, "Kontrolleure, die Kontrolleure kontrollieren."

Horst Enzelmüller, Geschäftsführer der Wang Deutschland GmbH, teilte mit, die deutsche Tochter habe zwar den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 277 Millionen Mark (273) erhöhen können, aber wegen des Dollarkurses keine Gewinne zu melden. Im neuen Geschäftsjahr hofft er, den Umsatz halten und Gewinn erwirtschaften zu können. Die Zahl der Mitarbeiter betrug am 30. Juni 740 gegenüber 800 zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. +