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13.12.1985 - 

Deutsche Tochter schreibt trotz Umsatzplus weiter rote Zahlen:

Wangs LAN-Träume haben sich nicht erfüllt

FRANKFURT (ru) - Die Wang Deutschland GmbH. Frankfurt, steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 1984/85 (30. 6.) um 29,7 Prozent auf 204,6 Millionen Mark. Damit lag das Plus über dem Plansoll von zuletzt 25 Prozent. Doch entgegen der optimistischen Prognose von vor einem Jahr hat das Unternehmen die Gewinnzone nicht erreichen können.

Dieter Basziszta, Geschäftsführer der deutschen Wang-Tochter, macht für den Verlust die firmenintern festgesetzte ungünstige Dollar/Mark-Verrechnungsparität verantwortlich. Allerdings bezifferte er den Fehlbetrag nicht näher. Für das Geschäftsjahr 1985/86 hofft Basziszta auf ein "zumindest ausgeglichenes Ergebnis".

Das Geschäft in Deutschland bezeichnete Basziszta als "außerordentlich gut". Etwa 3700 Anlagen seien im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland installiert worden. 3000 Einheiten entfallen davon auf Mikros vom Typ "Professional-Computer" (Wang-Bezeichnung). Hauptumsatzträger der Wang-Vertriebsgesellschaft in Frankfurt ist die VS-Serie: Im letzten Jahr wurden 200 Systeme in der Bundesrepublik ausgeliefert.

Zu den Schwerpunkten des künftigen Wang-Verkaufes in Deutschland sollen CIM-Lösungen, das Backoffice für Banken sowie das Wangoffice gehören, wofür rund 50 Aufträge vorliegen. Zudem will Wang weitere Anstrengungen im Bereich Netzwerksysteme unternehmen. Als erfreulich bezeichnete Basziszta die Entwicklung bei LANs (Local Area Networks), die aber durch die ISDN-Diskussion verzögert werde. Die Brutto-Investitionen von Wang Deutschland beliefen sich im zurückliegenden Geschäftsjahr auf elf Millionen Mark. Basziszta wies darauf hin, daß diese Mittel aus eigenen Einnahmen finanziert wurden. Verwendet wurden sie für den Ausbau des Vertriebsnetzes und der Schulungsaktivitäten.

Noch keine Entscheidung ist über den Bau eines neuen Werkes gefallen, das der Deutschland-Geschäftsführer bereits vor einem Jahr angekündigt hatte. Als Standorte standen Frankreich, Kanada und die Bundesrepublik zur Diskussion. Erste Priorität hat mittlerweile Deutschland, doch sei die Entscheidung wegen der schwierigen Lage in den USA zurückgestellt worden. Wie Basziszta weiter erklärte, seien die Kapazitäten der bestehenden europäischen Produktionsstätten in Schottland und Irland noch nicht voll ausgelastet.

In Gesamteuropa setzte Wang im Fiskaljahr 1985 483 Millionen Dollar gegenüber 386 Millionen Dollar im Vorjahr um. Die Mitarbeiterzahl stieg von 3300 in 1984 auf 4062. In

Deutschland beschäftigte Wang 1984/85 779 Mitarbeiter, anstelle 669 ein Jahr zuvor. Wang-Europaboß Ian Direy glaubt, das europäische Geschäft ließe sich noch um ein Drittel ausbauen.

Nicht gerade rosig sehen die Zahlen der amerikanischen Wang Labs aus: Der Nettogewinn fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr um 93 Prozent auf 15,5 Millionen Dollar zurück. Für das erste Quartal 1985/86 weisen die Amerikaner einen Umsatz von 560,9 Millionen US-Dollar gegenüber 553,8 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres aus. Trotz dieses Plus bleibt der Umsatz noch hinter dem des vierten Quartals 1984/85 mit 635,2 Millionen Dollar zurück.