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06.08.2007

Wann lässt Cisco Linksys verschwinden?

Der vor vier Jahren gekaufte Netzwerker Linksys soll Cisco den Weg ins SMB-, ins SoHo- und schließlich ins Endkundengeschäft ebnen. Allerdings unter dem Namen Cisco, wie John Chambers erklärte.

Von Wolfgang Leierseder

Eine Pressekonferenz in London nutzte Ciscos (www.cisco.com) Präsident John Chambers, um das Ende der Tochter Linksys (www.linksys.com) zu verkünden. Angesichts der weltweiten Präsenz Ciscos sei es wenig vernünftig, weiterhin an dem vor allem in den USA bekannten Namen Linksys festzuhalten. Was Chambers nicht sagte, ist, wann es Linksys nicht mehr geben wird.

Beobachter der vor vier Jahren von Cisco gekauften Consumer- und SoHo-Firma sprechen aber längst von einem Ende noch in diesem Jahr. So erklärte ein dem Unternehmen nahe stehender Beobachter gegenüber ChannelPartner, Linksys werde definitiv ab 2008 unter dem Namen Cisco im Markt agieren.

Er begründete dies, anders als Chambers, damit, dass der Brand Cisco endlich in SoHo- und KMU-Märkten bekannt gemacht werden müsse. Cisco habe bis heute das Problem, dass es in diesen Märkten als zu kompliziert gelte, um kleineren Unternehmen Netzwerke liefern zu können. Nachdem aber Cisco die SMB- und SoHo-Märkte als wesentlich für seinen Erfolg erklärt habe, müsse es versuchen, den Zugang zu ihnen über seinen Namen zu finden. Der Name Linksys sei zwar auch außerhalb den USA einigermaßen bekannt, doch nicht präsent genug, um auf ihn nicht verzichten zu können.

Linksys, für rund 500 Millionen Dollar gekauft, aber erst seit Juni 2006 von Managern geführt, die unabhängig von den beiden Linksys-Gründern Janie und Victor Tsao arbeiten, hat gerade seine SoHo-Lösung "Linksys One" auf den Markt gebracht. Die VoIP-Lösung, eineinhalb Jahre später als angekündigt fertig geworden, soll Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern begeistern.

Nachdem es sich bei Linksys One um eine gehostete Lösung handelt, die im Übrigen aus dem 16-Port-Router SRV3000, VoIP-Telefonen und einem VoIP-Gateway für den Anschluss konventioneller Telefone und Faxgeräte besteht, musste die Cisco-Tochter viel Zeit und Geld aufwenden, um die Benutzeroberfläche endkunden-freundlich zu machen. Zudem versucht Linksys, à la AVMs Fritzbox eine Schnittstelle anzubieten, die ISVs und VARs die Möglichkeit gibt, Anwendungen für Linksys One zu entwickeln. Das wird jedoch erst Ende dieses Jahres geschehen.

Vorerst ist die Cisco-Tochter noch dabei, in Deutschland Hoster respektive Internet Service Provider zu finden. Und es stehen schon zwei Partnerprogramme, "Partner Connection" und das "Linksys-to-Cisco-Trade-up-Programm" bereit, um Partnern die SMB-Ambitionen und den Übergang zu Cisco schmackhaft zu machen. Auf die Umbennung von "Linksys One" darf man gespannt sein.