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19.11.1976 - 

Die richtige Nachbearbeitung

Wann reißen, wann schneiden?

Schneider transportieren die Endlospapierbahnen über Stachel-Führungen (ein- oder beidseitig) in gewünschten regelmäßigen Abständen (Vorschüben). Es erfolgt jeweils ein kurzer Stop, um den Querschnitt durchzuführen. Dieser kann aus einem Einfachschnitt oder einem festen beziehungsweise variablen Doppelschnitt bestehen. Längs können die Ränder abgeschnitten werden. Dazu sind weitere sogenannte Mittelschnitte in Längsrichtung möglich.

Reißer ziehen die Papierbahn über Rollen (Andruck) durch das Gerät. Die Perforation gerät dabei zwischen zwei im Abstand verstellbare Rollenpaare. Das zweite Paar läuft schneller als das erste. Dadurch erfolgt das "Reißen" an der Perforation, unterstützt durch eine Spannung (Zug) erzeugende Brechwalze. Durch "Führungsbacken" und gleichmäßigen Durchlauf ist es möglich, auch ohne Stapelführung Längsschnitte an mehreren Stellen durchzuführen.

Schneider brauchen also Stops und Quermesser, Reißer arbeiten mit fließenden Bahnen. Das hat Einfluß auf die Geschwindigkeit und die Abnutzung, wahrscheinlich auch auf den Preis. Reißer können nur an Querperforationen trennen. Kleinste Abstände von Perforation zu Perforation (zum Beispiel ein oder zwei Zoll) führen zu Problemen wegen des Umfangs und des Abstandes der Reißwalzen. Schneider können auch schneiden, wo keine Querperforation ist (zum Beispiel sechs Zoll hohe Blätter aus zwölf Zoll hohem Tabellierpapier). Perforationen geben ein exaktes Formularmaß an. Dies führt beim Reißen zu exakten Formaten, was bei manchen Belegen (zum Beispiel OCR) wichtig sein kann. Beim Schneiden können Toleranzen auftreten.

Glatte Kanten

Beim Schneiden kann aus Zwölf-Zoll-Formularen (304,81 mm) genau DIN A 4 (297 mm) werden. Eine gleichmäßig gerissene Perforation sieht bestimmt ordentlich aus - alle Kanten sind jedoch nur beim Schneiden glatt.

Rüstzeit sparen

Beim Reißen kann man, da keine Stapelführung vorhanden ist, neue Papierstapel mit "fliegendem Start" einlegen. Das spart Rüstzeit. Beim Schneiden wird der Vorschub im Takt gesteuert - dadurch können andere Geräte im gleichen Takt mitlaufen, zum Beispiel Zuführung anderer Einzelblätter. Man kann auch Takte überspringen (zum Beispiel durch Photozellensteuerung) und in unregelmäßigen Abständen schneiden - zum Beispiel 6 Zoll/12 Zoll/6 Zoll/18 Zoll und so weiter.

An geklebten oder fest gehefteten Vordrucksätzen müssen vor dem Reißen oder Schneiden die Lochränder am Separator abgeschnitten werden - sonst geht nichts auseinander. Ohne Lochrand kann man aber nicht mehr quer schneiden, sondern nur noch reißen. Ausweichmöglichkeit: ein zusätzlicher dritter oder vielleicht vierter Lochrand. Bei wenig Beleganfall rentiert sich oft schon ein kombiniertes Gerät wie der Schneidseparator. Kleinere Reißermodelle (auch Tischreißer) können mit sogenannten Schneidvorsätzen ausgerüstet werden.