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IT im Transportwesen/Kommentar


09.06.2000 - 

WAP im Auto?

Marktuntersuchungen gehen von einer Explosion des Telematikmarktes aus. So prognostiziert Roland Berger & Partner für Europa im Jahr 2003 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar, der bis 2010 auf 42,4 Milliarden wachsen soll. 32 Prozent davon entfallen auf Deutschland. Der Anteil privat genutzter Telematikprodukte soll 2005 bereits 50 Prozent, 2010 gar 75 Prozent betragen.

Offenbar werden attraktive Navigations- und Logistiksysteme, wie sie bislang im Wesentlichen den Transportprofis zur Verfügung standen, jedermanns Komfort wie heute Handy und/oder Notebook. Es entsteht das mobile Büro auf der Straße mit integrierten, standardbasierten Telematikdiensten.

Gestützt wird diese Prognose noch von der bevorstehenden Harmonisierung der Übertragungsstandards. In den Startlöchern steht GPRS (General Packet Radio System), das in GSM-Netzen (Global System for Mobile Communication) die mobile Datenkommunikation noch in diesem Jahr in Fahrt bringen könnte - und den Verkehrsstrom eventuell gleich mit. Parallel reifen Web-Standards wie WAP (Wireless Application Protocol) und WML (Web Markup Language) heran, um neben anderen Informationen auch Daten zur Verkehrsdarstellung normgerecht zu präsentieren.

Womit werden sich künftig Verkehrsteilnehmer aus der Transportbranche noch von privaten unterscheiden können? Arthur D. Little befürchtet, daß sowohl die privaten als auch die professionellen Fahrer mit Verkehrsinformationen überschwemmt werden, was statt intelligenten Verkehrsflusses ein höheres Risiko zur Folge haben werde. Das spräche für "weniger (ist mehr) Informationen" auf proprietären Endgeräten, wie sie die Automobilindustrie zur Zeit noch favorisiert. Doch werden WAP-basierte Services in diesem Markt mitmischen wollen.

Der Ausleseprozess beginnt schon jetzt.