Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

25.08.2000 - 

Kombination aus Gateway und Content-Server

WAP-Server von Netlife soll Sicherheit verbessern

MÜNCHEN (CW) - Netlife stellt mit dem "WAP Server 1.0" eine Software vor, die ein Gateway zwischen Internet und dem Wireless Application Protocol (WAP) mit einem Content-Server verbindet. Dies erhöht laut Hersteller die Abhörsicherheit zwischen WAP-Gateway und den Hosts.

Laut Hersteller entspricht der WAP-Server den Spezifikationen WAP 1.1 und 1.2. Als ein besonderes Merkmal bezeichnet Netlife die Kombination aus WAP-Gateway und einem Content-Server. Das Gateway sorgt für die Umsetzung der Internet-Protokolle in WAP. Dabei lassen sich Datentransfers zwischen WAP-Endgeräten und dem Gateway verschlüsseln. Die Server-Software unterstützt dabei das zum Absichern der mobilen Datenkommunikation entworfene Standardverfahren Wireless Transport Layer Security (WTLS). Da Gateway und Content-Server beim WAP-Server eine Einheit bilden, bietet dieses System nach Überzeugung von Netlife einen Schutz vor Lauschangriffen gegenüber Lösungen, bei denen die Inhaltsbereitstellung und das Gateway auf zwei unterschiedlichen, voneinander getrennten Systemen laufen. Dies sei beispielsweise der Fall, wenn Inhalteanbieter ein öffentliches Gateway nutzen. Einige Banken, die ihren Kunden einen WAP-Zugang für das Internet-Banking anbieten, betreiben daher private Gateways. Laut Netlife setzen die Postbank Easytrade AG sowie die Bankgesellschaft Berlin den WAP-Server ein.

Die mit dem Gateway gekoppelte Server-Engine kommuniziert mit den Backend-Anwendungen des Anbieters von mobilen Services über Request-Handlers. Dies umfasst die Datenbank-Schnittstellen wie Java Database Connectivity (JDBC) und den Dateizugriff auf GIF- und WBMP-Grafiken sowie HTML- und WML-Dokumente. Außerdem verfügt das System über eine Servlet 2.1 Engine sowie eine Java Server Pages (JSP) 1.1 Engine.

Der WAP-Server wird über einen Browser-basierten "Configuration-Manager" verwaltet, wobei Änderungen ohne Neustart vollzogen werden können.

Die Inhalte für die WAP-Nutzer werden in der Auszeichnungssprache Wireless Markup Language (WML) beziehungsweise der WAP-Scriptsprache (WMLS) vorgehalten werden.

Die Software unterstützt eine Reihe von Kommunikationsvarianten zwischen WAP-Gerät und Gateway. Dazu zählen die ungesicherte Übertragung via Wireless Session Protocol (WSP) beziehungsweise Wireless Transport Protocol (WTP) und das geschützte WTLS-Verfahren. Über den WAP-Server können Content-Anbieter ihren mobilen Kunden auch personalisierte Inhalte liefern. Das Programm emuliert hierzu die bei Websites üblichen Cookies. Außer über WAP-Funktionen verfügt die Software auch über Protokollausgänge für Hypertext Transfer Protocol (HTTP) sowie dessen verschlüsselte Variante HTTP Secure (HTTPS).

Der WAP-Server kostet 40000 Euro, wobei die Integration sowie die Wartung darin nicht enthalten sind. Die in Java geschriebene Software läuft unter Solaris, Windows NT und 2000, HP-UX sowie Linux.

Abb: Den WAP-Server von Netlife können Firmen sowohl für öffentliche Auftritte als auch für Remote-Access-Lösungen via ISDN verwenden. Quelle: Netlife