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14.01.2000 - 

Thema der Woche/Kommentar

Warmduscher, Festnetztelefonierer, Hysteriker

Nun also ist bislang wenig passiert. Offensichtlich sogar zu wenig. Wer sich in den ersten Tagen des neuen Jahres im internationalen Blätterwald umgetan hat, kann nämlich in der Tat nur noch den Kopf schütteln. Spöttische Bemerkungen über Endzeitapologeten waren da noch die feingesponneneren Argumentationsfäden vieler Zeitgenossen. Doch es ging auch handfester zur Sache. Schon melden sich die ersten Besserwisser zu Wort, die vorrechnen, welche Unsummen überall in der Welt zum Fenster hinausgeworfen wurden, um der Y2K-Schwierigkeiten Herr zu werden. Komischerweise haben diese Seher es vorher nicht besser als nachher gewusst. Fehlt nur noch, dass jemand die Jahreszahlenproblematik als schlichte Erfindung der IT-Branche, die Y2K-Warnungen als abgefeimte weltweite Verschwörungstheorie der Computerbranche deklariert. Schon jetzt sehen sich all diejenigen einer weltweiten Medien- und Expertenschelte ausgesetzt, die monate- und jahrelang in unzähligen - oft nicht bezahlten - Überstunden in ihren Unternehmen, Institutionen und Behörden dafür sorgten, dass ihre Systeme immun gegen den so genannten Millennium-Bug sind. "So, ihr habt also Bremsen in eure Autos eingebaut? Komisch, dass im Straßenverkehr vergleichsweise wenig passiert, findet ihr nicht? Solltet ihr mal drüber nachdenken, ihr Warmduscher, Festnetztelefonierer, Frauenversteher, Hysteriker." Eine unheimliche starke Argumentation in der Tat. jm