17.10.2011 - 

Analyse von Kaspersky

Warum Online-Shops immer dienstags angegriffen werden

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und E-Commerce. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig. In seiner Freizeit liest und hört er Bücher aus Wissenschaft, Technik und Geschichte - wohl ein Überbleibsel seines Studiums der Naturwissenschaften und von Geschichte als Abiturfach.
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Ende August 2011 wurden mehrer deutsche Online-Shops Opfer von DDoS-Attacken. In der ersten Jahreshälfte sorgten spektakuläre Angriffe zum Beispiel gegen Sony oder den US-Geheimdienst CIA für ein großes Medienecho. Doch wer verbirgt sich hinter den DDoS-Attacken, wer steht besonders im Visier der Kriminellen und zu welchem Zeitpunkt werden die meisten Opfer attackiert? Kaspersky Lab hat DDoS-Attacken im zweiten Quartal 2011 genau analysiert.

Ende August 2011 wurden mehrer deutsche Online-Shops Opfer von DDoS-Attacken. In der ersten Jahreshälfte sorgten spektakuläre Angriffe zum Beispiel gegen Sony oder den US-Geheimdienst CIA für ein großes Medienecho. Doch wer verbirgt sich hinter den DDoS-Attacken, wer steht besonders im Visier der Kriminellen und zu welchem Zeitpunkt werden die meisten Opfer attackiert? Kaspersky Lab hat DDoS-Attacken im zweiten Quartal 2011 genau analysiert.

Nach Angaben des Security-Spezialisten verteilen sich 89 Prozent aller DDoS-Angriffe, die von April bis Juni 2011 stattgefunden haben, auf 23 verschiedene Länder. Spitzenreiter sind die USA und Indonesien, von denen aus jeweils fünf Prozent der DDoS-Attacken gestartet wurden. In den USA werden sehr viele Computer genutzt - ein Paradies für Cyberkriminelle, um beispielsweise ein Botnetz aufzubauen. Ein ähnliches Bild ergibt sich in Indonesien. Dort ist nach Kaspersky-Auswertungen von April bis Juni 2011 fast jeder zweite Computer (48 Prozent) einer lokalen Infizierungsattacke ausgesetzt gewesen.

Online-Shops als beliebtes Angriffsziel

Im zweiten Quartal 2011 griffen Cyberkriminelle vor allem Online-Shops sowie virtuelle Auktions- und Marktplattformen an (25 Prozent). Der Grund: Online-Shops sind abhängig von ihrer Verfügbarkeit. Ist eine Seite lahm gelegt, verliert deren Betreiber Kunden und vor allem Geld. Die Online-Shop-Betreiber können so beispielsweise erpresst werden.

Wochentags gibt es die meisten DDoS-Attacken

Unter der Woche finden die meisten DDoS-Attacken statt. Warum? Weil zu dieser Zeit das Internet am häufigsten genutzt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass DDoS-Attacken den effektivsten Schaden anrichten, ist zu dieser Zeit am größten. Da unter der Woche mehr Computer aktiv sind als am Wochenende, stehen den Cyberkriminellen mehr Computer zur Verfügung, die mit einem aktiven Bot infiziert sind. Das Botnetz und die Rechenleistung für die Cyber-Attacken sind dementsprechend größer. Nach Kaspersky-Informationen werden von Montag bis Donnerstag durchschnittlich 80 Prozent aller DDoS-Attacken durchgeführt. Der beliebteste Tag ist der Dienstag. An diesem Tag werden im Schnitt knapp 23 Prozent aller DDoS-Attacken innerhalb einer Woche ausgeführt. Warum das so ist, das erklärt die ausführliche Studie von Kaspersky Lab.

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