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07.09.2008

Was CIOs akut beschäftigt

In letzter Zeit haben Sie sich vor allem mit SAP-Einführungen und IT-Service-Optimierung nach Itil beschäftigt - das klingt nicht gerade aufregend. Was macht Ihr Arbeitsleben derzeit spannend?

Ich bin mitten in der Budgetplanung für 2009. Das ist spannend genug. Doch die SAP-Implementierungen in den unterschiedlichen Ländern der Region - vor allem die einheitlichen Geschäftsprozesse - und die Harmonisierung der IT-Services mit Hilfe von Itil sind dabei wirklich hilfreich. Unter dem Strich ermöglichen sie es mir, IT-Kosten zu sparen beziehungsweise die verfügbaren Mittel besser zu allokieren.

Die Einführung von Best-Practice-Prozessen nach Itil und die Definition identischer KPIs verschaffen mir Klarheit darüber, wo welche Kosten entstehen und wie sich die Aufwendungen auf die Services verteilen. Sie ermöglichen sogar ein Benchmarking zwischen unterschiedlichen Abteilungen in unterschiedlichen Regionen. Auf dieser Grundlage kann ich viel leichter entscheiden, welche Services sich vom ökonomischen Aspekt her lohnen, welche Service-Levels ich - in Abstimmung mit den internen Kunden - reduziere und wo sich derselbe Service auch mit weniger Aufwand, sprich: kostengünstiger, erbringen lässt.

Auch unser Unternehmen ist natürlich von der Weltwirtschaftslage beeinflusst, und wir müssen uns - neben steigenden Rohstoff- und Energiepreisen - in vielen Märkten auch auf eine nachlassende Konsumlaune einstellen. Die Zeiten stark steigender IT-Budgets dürften also vorerst vorbei sein.

Da muss ich verstärkt Allokationsentscheidungen treffen - wenn es geht, zugunsten neuer Projekte, die dem Business einen unmittelbaren Mehrwert bringen. Denn wer nachweisen kann, dass er die Kosten für den reinen IT-Betrieb schon optimiert hat, als er noch über eine üppigere finanzielle Ausstattung verfügte, gewinnt das Vertrauen des Managements und vermeidet rigorose Kürzungen nach dem Gießkannenprinzip. Getreu dem alten Sprichwort: In guten Zeiten für schlechte vorsorgen.