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15.11.2008

Was CIOs akut beschäftigt

Für Deutz, Hersteller von Dieselmotoren, liefen die Geschäfte zuletzt sehr rund. Sie müssen vermutlich ordentlich Gas geben, damit die IT der Entwicklung im Kerngeschäft folgen kann.

Wir arbeiten gerade intensiv daran, die internationalen Niederlassungen in unsere SAP-Umgebung einzubinden. Nachdem bereits die Tochtergesellschaften in Europa und Singapur integriert wurden, werden wir zum Jahresende dass Projekt in Australien abschließen. Für die kommenden Jahre haben wir uns vorgenommen, SAP-Applikationen in weiteren Niederlassungen einzuführen.

Deutz ist in den vergangenen Jahren tatsächlich sehr stark gewachsen - mit nahezu konstanten IT-Etats. Aufgrund der zu erwartenden schwierigen Rahmenbedingungen werden wir uns in nächster Zeit weitgehend auf eigenes Know-how verlassen müssen.

Einen Schwerpunkt meiner Arbeit sehe ich deshalb in der aktiven Gestaltung der Personalentwicklung in der IT mit einer gezielten Nachwuchsförderung und Nachfolgeplanung aus den eigenen Reihen.

Ich werbe unter unseren Auszubildenden intensiv darum, dass der eine oder andere den Weg in die IT einschlägt. So bin auch ich zur IT gekommen.

Über die SAP habe ich mich zuletzt sehr geärgert. Deutz ist SAP-Anwender der ersten Stunde und hatte schon R/1 im Einsatz. Wir konnten unsere SAP-Systeme in den vergangenen 20 Jahren ständig verbessern, so dass die Zahl der Support-Calls stetig abgenommen hat.

Das beabsichtigte Support-Modell würde nicht zu unseren Anforderungen passen. Von daher habe ich für eine Erhöhung der Wartungsgebühren kein Verständnis. Bei anderen Lieferanten haben wir jährliche Produktivitätsklauseln und -faktoren; SAP sollte hier keine Ausnahme bilden.

Wenn wir für den Support mehr zahlen sollen, müssen wir an anderen Ecken sparen: Bei jeder zusätzlichen Lizenz prüfen wir künftig genau, ob sie wirklich notwendig ist. Außerdem werden wir bei kostenpflichtigen SAP-Veranstaltungen kürzer treten. Die Teilnahme am Automotive Symposium haben wir abgesagt.