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18.11.2008

Was CIOs akut beschäftigt

Sie sind in der Vergangenheit vor allem durch Ihre Pionierarbeit in Sachen Linux aufgefallen. Was machen Sie eigentlich sonst noch?

Nachdem wir die Virtualisierung von über 60 Servern erfolgreich abgeschlossen haben, sind wir derzeit vor allem damit beschäftigt, unser Service-Management zu verbessern und auf Itil auszurichten. Wir haben eine Management-Suite installiert, verteilen damit die Software auf über 4000 PCs, installieren die neuen PCs und monitoren unsere zirka 750 Linux-Server. Im Januar 2009 beginnen wir mit dem nächsten Modul, dem Ticketsystem.

Unser zweites großes Projekt ist die Modernisierung des 15 Jahre alten Point-of-Sales-Systems. Das ist für uns eine sehr wichtige Geschichte, denn es handelt sich um die Kernanwendung unseres Geschäfts. Das PoS-System basiert auf den Software-AG-Werkzeugen Adabas und Natural, und das soll auch so bleiben. Aber das Frontend wird neu gestaltet, so dass es in einer Browser-Umgebung laufen kann. Damit ist es nicht nur flexibler, sondern es bekommt auch dasselbe Look and Feel wie unser Intranet, das im vergangenen Jahr seinerseits an unseren Internet-Auftritt angepasst wurde. Zusätzlich kann das PoS-System Web-Services aus unserem Intranet oder von unseren Lieferanten direkt nutzen. Die beiden Applikationen werden mittelfristig sehr stark verschmelzen. Noch im Dezem-ber wird der Prototyp in einer Apollo-Filiale live gehen; der allgemeine Rollout ist für Februar und März geplant.

Ein drittes Thema, das mich akut beschäftigt, sind die Wartungsgebühren der SAP. Nein, ich bin kein SAP-Kunde. Aber der Streit, der da entbrannt ist, ist ein Signal für den ganzen Markt. Wenn SAP mit dieser Erhöhung durchkommt, werden die Oracles und Microsofts dieser Welt folgen. Außerdem öffnet die Art und Weise, wie die Erhöhung begründet wird - ihr bekommt mehr Leistung, aber jetzt zahlt erst einmal!, - der Anbieterwillkür Tür und Tor. Deshalb engagiere ich mich im CIO Circle für eine Gegenoffensive. Auch wenn ich heute noch nicht betroffenen bin; morgen könnte ich es sein.