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12.03.2009

Was CIOs akut beschäftigt

Bei IT-Projekten setzen Sie nicht auf den Big Bang, sondern auf schrittweise Veränderungen. Können Sie ein oder zwei Beispiele nennen?

Wir haben bereits vor acht Jahren den Einkauf von PCs und Peripheriegeräten zusammengelegt. Vor drei Jahren begannen wir dann, die Mainframes und SAP-Systeme nach und nach am Hauptsitz der Baloise-Gruppe in Basel zu konsolidieren. Bei der Basler Versicherung in Deutschland und unserer belgischen Tochter Mercator ist dieser Umstieg bereits erfolgt.

Und jetzt planen wir, auch die ersten Branchenanwendungen unserer Tochterunternehmen zentral in Basel zu betreiben. Diese Konsolidierung im Konzern ist ein großes Projekt, das sich aber in kleinen Schritten und auf Systemebene einfacher umsetzen lässt.

Ähnlich sequentiell gehen wir ein weiteres wichtiges Projekt an: die Einführung von Linux als Server-Betriebssystem für AMD-basierende Systeme. Das ist ein ganz neues Thema – bislang hatten wir vorrangig Sun Solaris auf Sparc-Hardware im Einsatz. Daher erfolgt der Umstieg bewusst schrittweise, das heißt, wir portieren nur Sparc-Rechner auf Linux, die wir ohnehin anfassen müssten.

Vor diesem Hintergrund wird die Umstellung Zeit brauchen. Komplett – mit ein paar Ausnahmen wie dem Core-Banking-System – wird sie wohl erst in drei Jahren abgeschlossen sein. Dennoch können wir schon erste Erfolge vorweisen. So haben wir bei neuen Anwendungen und Services unter Linux erhebliche Einsparungen gegenüber den Sparc-Systemen erzielt – nicht nur was die Hardware-Investitionen betrifft, sondern auch bei den Zusatzkosten.