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15.07.2009

Was CIOs wirklich denken (könnten)

Nicht schlecht; könnte noch etwas optimiert werden; läuft noch nicht ganz rund... Unsere bemüht höfliche Umgangsart bringt Tausende beschönigende Kommentare hervor, die unser jeweiliges Gegenüber nicht merken lassen sollen, dass er sein Projekt versaut hat, dass seine Meinung völlig abwegig oder dass er eigentlich ein kompletter Versager ist. Auch die CIOs haben sich diverse Chiffren zugelegt, die ihre wahren Gedanken verbergen oder zumindest nicht ganz so harsch erscheinen lassen.

"Als strategische Produkte setzen wir SAP und Microsoft ein" bedeutet: "Lass mich in Ruhe mit deinem Best-of-Breed-Gequatsche, das ergibt nur einen unbeherrschbaren Applikations-Zoo."

"Ich verfolge die Entwicklung von Social Networks mit sehr großem Interesse und suche bereits nach Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen" heißt durch die Blume: "Social Networks sind reine Zeitverschwendung, halten meine Leute vom Arbeiten ab oder führen, noch schlimmer, dazu, dass sie leichter abgeworben werden können."

"Ich liebe Open Source, aber es gibt noch keinen flächendeckenden Support" könnte eine Geheimbotschaft enthalten: "Linux oder Open Source sind ganz nett, aber ich habe überhaupt keine Zeit und Lust, mich um diese ganze Bastelei zu kümmern."

"Wir kooperieren extrem eng mit der Business-Seite." In diesem Fall meint der CIO vielleicht: "Wir hören uns einmal im Jahr die neueste Strategie an, nicken eifrig und machen dann weiter wie bisher."

"Ich berichte an den Chief Financial Officer unseres Unternehmens, und da fühle ich mich sehr gut aufgehoben." Gemeint sein könnte: "Er hat sowieso keine Ahnung von der IT, aber so lange er mein Budget nicht stärker als fünf Prozent kürzt, könnte es sehr viel schlimmer sein."

Wenn Sie selbst ein paar persönliche Gedanken offiziell umformulieren möchten, nutzen Sie die Kommentarfunktion auf computerwoche.de.

Weitere Meinungsbeiträge und Analysen finden Sie im Blog des Autors unter www.wittes-welt.eu.