Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.02.2016 - 

Renovierung überfällig

Was das Problem mit iTunes ist

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
Apples einst geniale Jukeboxsoftware für OS X ist über die Jahre zum Wildwuchs verkommen, gründliche Renovierung ist überfällig. Wo die Probleme liegen, wie Apple Abhilfe schaffen könnte.

iTunes ist ein Tool, das ziemlich polarisiert. Die einen finden die Software Klasse, um ihre Apple-Geräte zu verwalten, Musik zu synchronisieren und Apps herunterzuladen. Andere halten wiederum die Oberfläche für veraltet, überfrachtet – und zudem schlecht an Windows angepasst. Die Bedienung ist nicht überall konsistent, die Bedienung verschiedener Menüs unterscheidet sich teils erheblich.

iTunes kann man dazu verwenden, sein iPhone mit dem Rechner zu synchronisieren. Aber das ist nur eine der vielen Funktionen der Software. Hier die Windows-Version, auf dem Mac sieht iTunes aber auch nicht besser aus.
iTunes kann man dazu verwenden, sein iPhone mit dem Rechner zu synchronisieren. Aber das ist nur eine der vielen Funktionen der Software. Hier die Windows-Version, auf dem Mac sieht iTunes aber auch nicht besser aus.

Für viele Segen, für andere Fluch: Die iTunes-Oberfläche

iTunes lässt sich trotz der vielen seit seinem Start als Apple-Software im Jahr 2001 hinzugekommenen Funktionen immer noch gut bedienen, überfordert aber vor allem Windows-Anwender und Anfänger. Es gibt zahlreiche Menüs, mit Untermenüs, viele Schaltflächen und zahlreiche Funktionen, die sich an verschiedenen Stellen verstecken. Ein einheitliches Bedienkonzept fehlt, Anwender müssen mit allen Bereichen des Monitors arbeiten, und sich häufig durch verschiedene Menüs hangeln, bis sie die gewünschten Einstellungen finden. Viele Aufgaben, zum Beispiel die Synchronisierung von Fotos, die nicht einmal in iTunes gespeichert sind, erfordern exakte Bedienungen in mehreren Schritten, da sich sonst nicht durchführen lassen.

Quiz zum Arbeitsplatz der Zukunft

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Einstellungen nur auf den Endgeräten vorgenommen werden können, zum Beispiel die Anbindung an iCloud, die Konfiguration zur Cloudanbindung sowie den Erwerb und die Verwaltung des verfügbaren Speichers . Das ist auch einer der Gründe, warum es immer mehr Anwender die verfügbaren Alternativen zu iTunes zu schätzen lernen. Diese Alternativen bieten zwar nicht den kompletten Funktionsumfang von iTunes, dafür aber genau die Funktionen, für die sie gebraucht werden.

Bei allen Kritikpunkten ist iTunes für den Betrieb eines Apple-Gerätes ein unerlässliches Werkzeug. Ohne die mitgelieferten Treiber, lassen sich iPhone, iPad und Co. kaum auf Windows-Rechnern verwalten. Auch auf dem Mac bietet sich iTunes als zentrale Schnittstelle für iOS-Geräte an. Zwar benötigen die seit iOS 5 (2011 erschienen) nicht mehr unbedingt die Kopplung via iTunes an einen zentralen Rechner. Doch insbesondere, wenn man mehrere iOS-Geräte sein Eigen nennt, erweise sich die Software als praktisch, um den Überblick zu behalten. Während aber Apple-Geräte auch ohne Rechner auskommen, ist iTunes unerlässlich, will man auf die zentrale Instanz Mac oder PC nicht verzichten.

Apple entwickelt iTunes ständig weiter und passt vor allem die Windows-Version immer besser an das Microsoft-Betriebssystem an. Im vergangenen Sommer kam mit dem Streamingdienst Apple Music eine weitere Funktion hinzu, die in die Software integriert werden musste. Dies führte insbesondere durch eine Vielzahl neuer Dateiformate zu Verwirrungen.