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18.04.1995

Was ein State-of-the-art-Produkt leisten muss

Mit einem viele Arbeitsbereiche unterstuetzenden Softwaresystem entscheidet sich ein Unternehmen fuer eine Architektur, die es erfahrungsgemaess fuer ein Jahrzehnt oder laenger bindet. Unter diesem Gesichtspunkt verdient die Frage eine zusaetzliche Beachtung, wie zeitgemaess die Struktur des eingesetzten Systems ist. Folgende technische Aspekte sind zu nennen:

- Die Client-Server-Architektur gilt als State of the art. Sie sollte so ausgelegt sein, dass sie die Last angemessen zwischen Servern und Arbeitsstationen verteilt. Zentrale Server duerfen nicht zum ressourcenverbrauchenden Engpass des Gesamtsystems werden.

- Die Anwendungssoftware soll normierte, standardisierte Basissoftware-Elemente (Betriebssystem, Programmiersprache, Datenbanksystem, Kommunikationsprotokoll, Anwendungssoftware fuer Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder grafische Praesentation) benutzen koennen. Diese Funktionen duerfen nicht durch proprietaere Bestandteile realisiert werden, etwa durch eine eigene Datenverwaltung oder ein eigenes E-Mail-System.

- Die Austauschbarkeit von einzelnen Teilen der Standardsoftware- Landschaft sollte gewaehrleistet sein, ohne dass dies mit empfindlichen Leistungsverlusten fuer das Gesamtsystem verbunden ist.

- Das System sollte fortgeschrittene Leistungsmerkmale der Datenbanktechnik nutzen, insbesondere das verteilte Daten- Management, aber auch Techniken wie Stored procedures. Dabei muss nicht mehr die Vielzahl einzelner datenbasisveraendernder Befehle ueber das Netzwerk geschickt werden, sondern mit entsprechenden Aufrufen lassen sich auf den Servern gespeicherte Befehlsfolgen aktivieren.

- Die Anwendung moderner Programmierkonzepte und -techniken wie der Objekttechnik sollte selbstverstaendlich sein. Andernfalls ist ein schnelles Zurueckbleiben hinter dem aktuellen technologischen Stand zu befuerchten. Die Realisierung eines Systems in Objekttechnik setzt ein wirkliches Redesign der alten Anwendung voraus. Es sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass das neue System nicht eine blosse Migration oder Portierung der alten Anwendung auf eine andere Systembasis darstellt.