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27.07.1990

Was hat VSE, was Niros nicht hat?

Sebastian Trauerwein, Information Resources Manager

Wer bestimmt eigentlich den Kurs der DV-Industrie - der Kunde oder der König? Noch vor kurzem wäre Trauerwein die ironische Antwort auf diese ironische Frage nicht schwergefallen: die IBM natürlich. Zur Erinnerung: Wir /370-Anwender konnten nichts dagegen unternehmen, daß die Schrägstrich-Plattform in das SAA-Konzept aufgenommen wurde. Schlimmer noch: Nichts ließ sich dafür tun, daß auch VSE Anerkennung bei den SAA-Entwicklern finden konnte. Das Betriebssystem für die 4300- und 9370- Welt drohte ins Abseits zu geraten. Diese Angst ist unbegründet: Die IBM hat sich dem Willen der Benutzer beugen müssen - VSE bleibt Bestandteil der Mainline-Architektur des Mainframers, auch wenn diese einmal SAA heißen sollte. Das ist ein Beispiel für die Unabhängigkeit der Trauerweins in der IBM-Welt. Arm dran sind dagegen die Noch-Nixdorf-Anwender, die sich in der Noch-Nixdorf Anwendervereinigung (N)INA zusammengefunden haben. Sebastian hat sich sagen lassen, daß der Niedergang Nixdorfs auf das Abbröckeln der 8870-Kundenbasis zurückzuführen sei. Das heißt: Man hat sich nach etwas Besseren umgesehen. Da verwundert es, daß die INA-Mitglieder den Fortbestand des 8870-Betriebssystems Niros gewährleistet wissen wollen. Man kann User-Group-Marketing auch übertreiben, findet Trauerwein. Wenn Nixdorf darauf eingeht: Was wäre damit gewonnen? Zu retten ist Niros - anders als VSE - eh nicht mehr.