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07.07.2006

Was ist der Unterschied zwischen einem Spitzensportler und einem Spitzenmanager?

ComputerPartner Chefredaktion Tel.: 089 36086-388 Fax: 089 36086-389 E-Mail: dsicking@computerpartner.de

Schlecht und Collegen GmbH Geschäftsführung Herrn Michael Kaack Maximilianstraße 30 A 80539 München

München, 10.07.2006

Was ist der Unterschied zwischen einem Spitzensportler und einem Spitzenmanager?

Sehr geehrter Herr Kaack,

irgendwie bin ich erleichtert, dass "wir" nicht Weltmeister geworden sind. Denn sonst hätte ich noch irgendetwas zum Thema schreiben müssen. Aber trotzdem gibt mir die Fußball-WM Gelegenheit, ein Thema aufzugreifen, das mich schon seit einiger Zeit beschäftigt. Nämlich dies: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Spitzensportler und einem Spitzenmanager?

Ich habe mich mit dieser Frage lange auseinander gesetzt, und dabei ist mir Folgendes aufgefallen: Der Spitzensportler ist immer ein spitze Sportler, der Spitzenmanager aber nicht zwangsläufig ein spitze Manager. Der Spitzensportler ist per definitionem so lange ein Spitzensportler, wie er eine bessere Leistung bringt als andere. Tut er dies nicht mehr, ist er ein ehemaliger Spitzensportler. Beim Manager ist die Sache anders. Der Spitzenmanager heißt, wie gesagt, nicht so, weil uns seine außerordentlichen Leistungen immer wieder verblüffen, sondern weil er an der Spitze eines Unternehmens oder einer Organisation steht. Spitze bedeutet in diesem Fall lediglich: Er steht ganz oben in der Hierarchie. Ein weiterer Unterschied: Während der Spitzensportler eine für jedermann nachvollziehbare Leistung erbringt, muss dies beim Spitzenmanager nicht notwendigerweise der Fall sein. Kurzum: Während der Spitzensportler über die Leistung definiert ist, ist der Spitzenmanager lediglich über die Position definiert.

Ähnlich verhält es sich mit dem Spitzenpolitiker, mit dem Spitzentreffen oder dem Spitzen-gespräch. Auch Spitzenpolitiker heißen nicht so, weil sie Spitze sind, sondern weil sie an der Spitze ihrer Partei stehen. Und auch Spitzentreffen und Spitzengespräche sind nicht notwendigerweise Spitze, sondern ihr Name rührt daher, dass sich der Teilnehmerkreis aus Spitzenmanagern und/oder Spitzenpolitikern zusammensetzt. Interessant in diesem Zusammenhang: Den Spitzengewerkschafter kennt man in Deutschland kaum. Hier spricht man in der Regel von der "Gewerkschaftsspitze". In Österreich ist dies übrigens anders, warum, weiß ich auch nicht.

Sie sehr geehrter Herr Kaack, waren als langjähriger Chef von Macrotron und später Ingram Micro ja nicht nur ein Spitzenmanager, sondern darüber hinaus auch ein spitze Manager. Würde mich interessieren, ob Sie meiner glänzenden Analyse zustimmen.

Mit freundlichen Grüßen

Damian Sicking