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07.10.1977 - 

Stichworte zur Betriebsdatenerfassung:

Was ist eigentlich ein Geber?

Voraussetzung für die automatisierte Datengewinnung an Produktionsmaschinen sind geeignete Datenabgriffe. Je nachdem, welche Daten interessieren, sind hierfür geeignete "Geber" notwendig.

Im Rahmen der Betriebsdatenerfassung (BDE) ist "Geber" ein Sammelbegriff für alle Elemente, die aus dem Fertigungsvorgang die für die automatisierte Datengewinnung interessanten Informationen liefern. Zwar gehen in der Praxis die Definitionen noch weit auseinander, doch erscheint für die BDE eine Unterscheidung nach Funktionen sinnvoll:

Datengeber

(Elemente oder Kombinationen von Bauteilen, bei denen die gewünschte Information in digitaler Form abgegeben wird.)

Signalgeber

(Elemente, mit denen binäre Zustände oder stetig veränderliche Größen erfaßt und deren Zustand/Betrag signalisiert werden.)

Impulsgeber

(Impulse sind eine spezielle Form von Signalen, damit können die Impulsgeber als eine Untergruppe der Signalgeber aufgefaßt werden. In der BDE sind Impulsgeber Geräte oder Bauelemente, die periodische Vorgänge - auch mit wechselnden Perioden - in Impulse umwandeln können, gleich welcher Bauart sie sind.)

Um eine gewisse Ordnung in das Gebiet der Geber für die BDE zu bekommen, empfiehlt sich auch die Einteilung nach den physikalischen Prinzipien, nach denen sie arbeiten:

- mechanisch

- elektrisch

- elektronisch (induktiv, kapazitiv, magnetisch)

- optisch (Lichtschranke)

- akustisch

- Druck (pneumatisch, hydraulisch, piezoelektrisch)

- Temperatur.

Nach dem derzeitigen Stand der Technik können folgende Informationen mit Gebern erfaßt werden:

- Maschine in Arbeit oder nicht?

- Unterbrechung (insbesondere auch kurzzeitig)

- Zahl der gefertigten Teile (Mengen) - interessierende Zeiten (Lastlaufzeit Leerlaufzeit, Hilfszeit)

- Überschreitung von technisch vorgegebenen Grenzen (Drehzahl, Vorschub)

- Temperaturen

- Drücke

- Gewichte (Wägedaten)

- Leistungsaufnahmen (Eigenverbrauch)

- Daten für Qualitätsmerkmale (Kontrolle).

Der erste Sehritt zu einer erfolgreichen automatisierten BDE ist die richtige Geber-Auswahl, für die folgende Kriterien gelten können:

- Welche Daten werden gewünscht?

- Datenanfall, Datenmenge (wann? wo?)

- Wie genau müssen die Daten sein?

- Signalabnahme möglich?

- Vorhandene Geberelemente (aus Schaltplan eventuell Anschlußklemmen zu ermitteln)?

- Vorhandene Geberelemente, aber spannungsfreie Anschlüsse fehlen (Hilfsrelais parallel anschließen)

- Impulsfolge und Impulsdauer (eventuell Untersetzer oder Raffer zwischenzuschalten)

- Schaltdruck und Stromverhältnisse

- Art des Produktionsgutes (gasförmig, flüssig, fest, Stückgut, Fließgut?)

- Größe des Produktes (Abmessungen, Gewicht)

- Transportweg des Produktionsgutes (wird es geführt, freier Fall, auf Rutsche, in Rohr?)

- Betriebssicherheit/Zuverlässigkeitsanforderungen

- Umgebungseinflüsse (Ö1, Staub, Schmutz, Wasser, Säuren, Erschütterungen, Lichtverhältnisse, Explosionsgefahr etc.)

- Preis.