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28.09.2006

Was ist neu bei Vista?

René Gäbler
Microsoft will mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista tägliche Aufgaben am Computer erleichtern, neue Möglichkeiten für die digitale Unterhaltung und einfache Kommunikationswege eröffnen. Wir zeigen Ihnen die Neuerungen hinter den Marketingsprüchen - Teil 1.

Von René Gäbler, tecChannel.de

Vorweg: Vista ist schick. Die neue Aero-Oberfläche, die Sidebar, visuelle und transparente Effekte - das alles sieht gut aus. Doch viel wichtiger ist, wie sich Vista bedienen lässt, wo welche Einstellungen vorgenommen werden, wie das Betriebssystem mit Hard- und Software umzugehen vermag und welche Anwendungen zu Vista gehören.

In diesem Beitrag widmen wir uns den Neuerungen und gehen darauf ein, welchen Nutzen sie für den Anwender haben. Dabei steht im Vordergrund, inwieweit sich der Einzelne umstellen muss und ob die neuen Funktionen tatsächlich eine Verbesserung darstellen.

Dieser Artikel basiert auf der öffentlichen Beta von Windows Vista. Bis zum Release, das für Januar 2007 geplant ist, können sich noch Änderungen ergeben.

Desktop in neuer Optik

Zu den neuen Features von Vista gehört die "Sidebar". In dieser lassen sich so genannte Gadgets verankern, die nützliche und weniger nützliche Funktionen bieten. Uhr und Feed-Anzeige sind durchaus verwendbar. Die Diashow dagegen sollten Sie ausschalten: Die ständig wechselnden Minibilder irritieren und verbrauchen wichtige Ressourcen.

Weitere Gadgets lassen sich problemlos hinzufügen. Ein Miniprogramm zeigt beispielsweise die Auslastung von CPU und RAM an. Ein anderes fügt einen Notizblock hinzu. Börsianer lassen sich aktuelle Aktienkurse anzeigen. Jedes Miniprogramm lässt sich auch transparent darstellen. Für einige stehen zudem verschiedene zusätzliche Einstellungen zur Verfügung.

Anwender mit einer DirectX-9-fähigen Grafikkarte können mit "Flip3D" Dialogfenster dreidimensional darstellen lassen. Was sich als netter Hingucker erweist, hat in der Praxis jedoch keinen Nutzen. Arbeiten können Sie so nicht.

Wie gehabt, wird die Optik des Windows-Desktops über die Systemsteuerung angepasst. Für kreative Anwender sind zusätzliche Symbole und Sounds vorhanden. Wer sich nicht umgewöhnen mag, kann seine Taskleiste im alten Windows-Stil erscheinen lassen.

Der Anwender kann nun bestimmte Symbolleisten der Taskleiste hinzufügen. Optionen, die zuvor nur über zusätzliche Tuner an- oder ausgeschalten werden konnten, sind nun direkt wählbar. Dazu gehören das An- und Ausschalten der Listen der zuletzt geöffneten Dokumente und Programme.

Zu den Systemsymbolen im Infobereich der Taskleiste ist ein Netzwerksymbol hinzugekommen. Hier wird der momentane Verbindungsstatus angezeigt. Ein Doppelklick öffnet das Netzwerkcenter. Über das Kontextmenü kann schnell eine Diagnose durchgeführt werden. Beim Test wurde ein nicht behebbares Problem festgestellt, obwohl die Netzwerkverbindung auf dem Testrechner funktionsfähig war. Hier muss noch nachgebessert werden.

Das Windows-Menü ist in zwei Spalten aufgeteilt. Links findet der Anwender eine Liste der zuletzt verwendeten Anwendungen. Ordner, Programmmenü, Systemsteuerung und Hilfe öffnet man rechts. Es erfordert ein wenig Eingewöhnungszeit, bis man sich zurechtfindet.

Benutzerkonten verwalten

Das Hinzufügen und Entfernen von Anwendungen sowie das Ausführen von Verwaltungsaufgaben erfordert Administratorrechte. Das kommt der Sicherheit zu Gute, wenn der Benutzer tatsächlich per Default mit eingeschränkten Rechten arbeitet. Dann kann kein Unbefugter über eine Sicherheitslücke in das System einbrechen und unbemerkt Veränderungen vornehmen.

Auf Ein-Benutzer-Systemen ist automatisch der bei der Installation eingerichtete Benutzer auch der Systemverwalter. Der Anwender sollte also noch ein zweites Konto erstellen, um die Sicherheit des Systems erhöhen. Ein Gastkonto ist ebenfalls vorhanden, in der Voreinstellung jedoch inaktiv.

Das Ausschalten der Benutzerkonten auf Home-Rechnern ist zwar über eine Option möglich, aber aus Sicherheitsgründen nicht empfehlenswert. Wer es dennoch tut, sollte auf jeden Fall sicherstellen, dass eine Desktop-Firewall und einer Antivirensuite installiert sind.

Nach dem Aktivieren des Jugendschutzes für ein Benutzerkonto werden die Aktivitäten des Benutzers protokolliert. Der Webfilter blockiert Webinhalte anhand bestimmter Kategorien. Webchats, Webmail, pornografische Seiten und Glücksspielangebote lassen sich ebenso sperren wie der Download von Dateien.

Für jedes Benutzerkonto kann der Administrator die Nutzung des Computers einschränken. Sie können auf ein Spielbewertungssystem zurückgreifen oder Spiele einzeln zulassen oder verweigern. Einzelne Anwendungen können ebenfalls erlaubt oder verweigert werden.

Der Name Jugendschutz ist nicht ganz zutreffend, kann man doch mit den verfügbaren Optionen auch die Aktivitäten von Mitarbeitern in kleinen Unternehmen einschränken und kontrollieren.

Mehr Sicherheit - wirklich?

Bereits nach der Installation von Vista entscheidet der Anwender, ob er automatische Updates nutzen will oder diese Funktion ausgeschaltet werden soll.

Das Sicherheitscenter zeigt die Sicherheitseinstellungen an. Nur bestimmte Vorgänge, wie der Mediastream des Mediaplayers und Remote-Dienste, werden geblockt. Der Anwender muss nach wie vor eine zusätzliche Sicherheitssoftware nutzen. Die Überwachung der Sicherheitsrichtlinien kann deaktiviert werden. Sinnvoll ist das, wenn andere Sicherheitspakete verwendet werden.

Das Tool "Windows-Defender" wurde für Vista neu programmiert und soll alle am System angemeldeten Anwender vor Spyware, Viren und Würmern schützen. Ein regelmäßiges Update ist notwendig, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten.

Die Windows Firewall überprüft die Einhaltung der Richtlinien, die im Dienst "Windows Service Hardening" festgelegt werden. Dieser Dienst steht Unternehmen zur Verfügung. Anwendungen, die Verwendung von Peer-to-Peer-Diensten oder Instant Messenger lassen sich hiermit blockieren. Der Admin stellt dies über eine Group Policy ein. Auch die Installation externer Speichermedien wie USB-Sticks lässt sich einschränken, um den Diebstahl von sensiblen Unternehmensdaten zu erschweren.

Die Verwaltung der IP-Sicherheit (IPSec) und der Firewall ist in einer Konsole integriert. Der ein- und ausgehende Datenverkehr wird gefiltert. Die Einstellung des IPSec Servers und der Domain-Isolierung werden überwacht.

Ganze Laufwerke lassen sich mit der "BitLocker"-Verschlüsselung schützen. Bei einem Diebstahl bleiben die Daten vor Dritten geschützt. BitLocker funktioniert mit Trusted Platform Modules oder einem USB Stick.

Um die Sicherheit weiterhin zu erhöhen, kann ein Startschlüssel festgelegt werden. Ohne Eingabe des Schlüssels startet Vista nicht.

Der neue Datei-Explorer

Dem Datei-Manager hat Microsoft ein Suchfeld spendiert. Die Suche lässt sich anhand eines Filters eingrenzen. Wie schon Windows XP kann Vista auch Inhalte von Dokumenten durchsuchen. Suchfilter und Sortierung sind kontextabhängig. In der Kopfzeile finden sich zwei Navigationsleisten. Mit der oberen wird das gewünschte Ziel gewählt. Die untere enthält die kontextabhängige Menüzeile. Favoriten und Verzeichnisbaum befinden sich auf der linken Seite des Explorers. Im Vorschaufenster wird eine vergrößerte Ansicht von Bild-, Video- und Textdokumenten angezeigt.

Schon nach kurzer Zeit zeigt sich, dass man mit den neuen Funktionen schneller und bequemer navigieren kann. Nachteile: Das Benutzerverzeichnis ist zweimal vorhanden, einmal als "/benutzername" und einmal als "/users/benutzername". Es fehlt die Möglichkeit, das Fenster zu teilen und Dateien und Ordner bequemer zu kopieren. Der Explorer ist in der aktuellen Beta noch nicht stabil.

Die Fortsetzung dieses Beitrags finden Sie in einer der kommenden ComputerPartner-Ausgaben.