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Dalli-Werke: Personalstatistik bei der Datenerfassung

"Was leistet eine Datentypistin? "

30.05.1975

Bei den Dalli-Werken Mäurer & Wirtz, Kosmetik- und Waschmittel-Hersteller im rheinländischen Stolberg, wird die Ausnutzung des installierten Datensammelsystems - ähnlich dem "Job-Account" auf der Rechner-Seite - mit Hilfe eines Zusatzprogramms "Erweiterte Statistik" verfolgt: "Man kann sehr schön sehen, was eine gute Datentypistin ist und was eine schlechte", sagt RZ- Leiter Dietrich Wagner. Die statistischen Daten eines jeden erfaßten oder geprüften Stapels werden nämlich auf Magnetband gespeichert, monatlich kumuliert und für Jede Datentypistin auf der eigenen EDV-Anlage ausgewertet. Das Ergebnis ist eine Leistungszahl, die die Anschläge pro Erfassungszeit widergibt.

STOLBERG - An das Datensammel-System MDS 2404 im Hause Dalli-Werke sind 15 Bildschirm- Erfassungsplätze angeschlossen, von denen einer Supervisorfunktion hat. Erfaßt wird in zwei Schichten, - nachmittags jedoch nur mit halber Besetzung. Bei der EDV-Anlage handelt es sich um eine Siemens 4004/150 mit 512 K Bytes Hauptspeicherkapazität sowie Band- und Plattenperipherie (je 8 Stationen).

Vor der Umstellung auf das Sammelsystem waren Locher und Prüfer von IBM im Einsatz, mit denen das steigende Datenaufkommen - bedingt durch die Übernahme neuer Arbeitsgebiete auf die EDV - nicht mehr bewältigt werden konnte.

Für das MDS-System sprachen - laut Wagner - die Hardware-Struktur der Wechselplatten, der Supervisorplatz, der auch für normale Erfassung genutzt werden kann, sowie die Möglichkeit, zusätzliche Peripherie anzuschließen. Mit dem Einsatz des Datensammelsystems wurde erreicht, daß die Erfassung der Aufträge keinen Engpaß mehr darstellt: "Die Durchlaufzeit der Daten beträgt maximal 24 Stunden", berichtet Wagner stolz, "das heißt, es wird im Rechenzentrum tagfertig verarbeitet". Daß dieser Standard gehalten werden kann, dazu trägt auch das Zusatzprogramm bei.

Jeder Statistiksatz stellt folgende Informationen zur Verfügung: Identnummer der Datentypistin, Kennzeichen für Erfassen oder Prüfen, Stapel- und Formatname Anzahl der Sätze, Anzahl der Anschläge und die Bearbeitungszeit (Anfang und Ende). Für jede Datentypistin wird aus den monatlichen Summen der Zeiten und Anschläge die Leistung in Anschlägen pro Minute ermittelt. Jede Datentypistin erhält zwar nur ihre eigene Monatsstatistik, - wie Wagner versichert, sollen jedoch die Leistungszahlen im Kreise der Mitarbeiterinnen offen diskutiert werden, was sich positiv auf den Fleiß auswirke:"Jede einzelne strengt sich echt an, um gegenüber den Kolleginnen nicht abzufallen."Einen besonderen Vorteil haben die Statistiken nach den Erfahrungen des RZ-Leiters zudem bei der Ausbildung von Anfängerinnen: Fortschritte können beurteilt, Schwachstellen erkannt und gezielte Einarbeitungshilfen gegeben werden. Nicht immer mit Erfolg, wie Wagner zugesteht: "Erst kürzlich überstand eine Anfängerin die Probezeit nicht, weil ihre Leistungen nicht besser wurden." In Zukunft soll die Statistik auch bei der Festsetzung der Gehälter der Datentypistinnen berücksichtigt werden.

CW wollte wissen, welche Haltung der Betriebsrat solchen Plänen gegenüber einnimmt. Dazu erklärte Betriebsratsmitglied Hasbach: "Uns ist davon nichts bekannt."