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Decision Data befragt 2700 Anwender:


05.09.1975 - 

Was machen die Kollegen mit dem System 3?

MÜNCHEN - IBMs /3 ist drauf und dran, nicht nur das "meistinstallierte", sondern auch das "langlebigste" System im "Zeitalter nach Zuse" zu werden. Benutzer des bisher kleinsten IBM-Systems - das /32 gibt es ja erst seit Anfang dieses Jahres - wollen nämlich ihre Anlage im Schnitt weitere viereinhalb Jahre behalten, - das erbrachte eine Umfrage der Decision Data Computer Corporation, Hersteller von Peripheriegeräten und Zusatzspeichern mit Sitz in Horsham/USA. Da die 2700 befragten Firmen das System/3 im Normalfall bereits zweieinhalb Jahre installiert haben, würde - vorausgesetzt, die IBM-Kunden machen ihr Vorhaben wahr - die /3-Familie eine Produktlebensdauer von sieben Jahren erreichen, eine höhere als alle vergleichbaren Anlagen, die in den letzten fünf Jahren angekündigt wurden.

Ursprünglich reines Karten-System

Decision Data ist mit seiner /3-kompatiblen Lochkartenperipherie aktiv im Mixed Hardware-Geschäft tätig und führte diese Erhebung durch, um seine eigenen Marktchancen zu erforschen.

Ursprünglich war das System/3, das im Juli 1969 angekündigt und Anfang 1970 erstmals ausgeliefert wurde, rein karten-orientiert. Für die Datenerfassung wurden Kartenlocher/Prüfer IBM 5496 eingesetzt - durchschnittlich 1,5 Geräte an jeder Installation.

"Fünf Jahre und 25 000 Systeme später hat sich das System/3 ganz schön gemausert", erklärte Frank H. McPherson, Vizepräsident der Decision Data, "die typische /3-Konfiguration ist heute ein plattenorientiertes Batchsystem mit 10 Mio. Bytes oder mehr Plattenspeicherkapazität."

Die Zahl der Lochkartengerate um die Anlage herum hat trotzdem zugenommen: Benutzer kleinerer Karten- oder Plattensysteme erfassen - wie aus der Umfrage hervorgeht - im Durchschnitt mit drei Locher/Prüfern, bei reinen Plattensystemen mit 20 Mio. Bytes oder mehr Plattenkapazität erhöht sich die Zahl der Erfassungsgeräte auf 3,8 pro Anlage.

Die Umfrage ergab auch, daß ein durchschnittliches System/3 "verblüffend niedrig mit Kernspeichern ausgerüstet ist", wie der deutsche Decision Data-Geschäftsführer Albert Knoll ausführt. "Der Normalfall ist, daß die Maschine mit 24 K Hauptspeicher bestückt ist", erklärt A. Knoll, "da ist nach oben noch viel Luft drin." Läßt sich doch das Modell 3/10 bis auf 64 K ausbauen. Die Marktstudie enthält zu diesem Punkt genaue Angaben: 90 Prozent aller /3-Installationen haben 24 K oder weniger, davon 10 Prozent 8 K. Nur 6 Prozent haben 32 K und der Rest 48 K und darüber.

Nur jeder achte mit Bildschirmen

"Das zeigt, daß die Kunden mit ihren Bedürtnissen gar nicht so schnell wachsen können, um kurzfristig an Kapazitätsgrenzen zu stoßen", bemerkt dazu Knoll.

Durch die Studie bestätigt werden - fast erwartungsgemäß - alle diejenigen, die dem System/3 ausgeprägte Online-Qualitäten absprechen oder sie zumindest in Zweifel stellen: Erst einer von acht Benutzern - bezogen auf die Gesamtheit der Befragten - hat Bildschirmgeräte im Einsatz.

Auch diese Zahl verdeutlicht die in der System-Familie vorhandenen Erweiterungsmöglichkeiten - jetzt gibt es ja das terminal orientierte Modell 12 - und erklärt, warum viele Kunden ihre Anlage noch so lange nutzen wollen.

Decision Data hat nach dem Ergebnis der Untersuchung jedenfalls keine Veranlassung, die Marktstrategie kurzfristig zu ändern: "Die Zahl der Lochkartengeräte rund um das System /3 wird noch zunehmen", freut sich Albert Knoll, "der Zuwachs ist zwar nicht mehr so steil wie noch vor zwei Jahren, es bleibt jedoch für einen Mixed Hardware-Hersteller ein gesundes Stückchen übrig."