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02.02.2006

Was macht eigentlich ein IT-Projektkoordinator?

Wo die Fäden eines IT-Projektes zusammenlaufen, ist der Koordinator gefragt. Macht er seinen Job gut, sind alle Beteiligten glücklich.

Da jedes IT-Projekt seine eigenen Herausforderungen und Tücken aufweist, steht der Projektkoordinator jedesmal vor neuen Aufgaben. Er hat die Steuerungsfunktion inne und übernimmt die Verantwortung dafür, dass Produkte und Dienstleistungen nach den Wünschen des Auftraggebers entwickelt werden. So muss er den Überblick behalten - sowohl was die Beziehungen und Aufgabenverteilung innerhalb des Teams betrifft als auch die Einhaltung des vorgegebenen Ressourcen- und Budgetrahmens. Hierfür legt er die Ziele und Grundzüge der Vorgehensweise fest und schöpft dabei den vorgegebenen Rahmen variabel aus.

Hier lesen Sie …

• welche Aufgaben ein IT-Projektkoordinator zu bewältigen hat;

• worauf es bei einer Zertifizierung ankommt;

• wie eine Weiterbildung am Arbeitsplatz zum IT-Projektkoordinator aussieht.

Mehr zum Thema

www.computerwoche.de/go/

485990: Karriereratgeber Weiterbildung;

568884: Berufsbild Softwareentwickler;

566041: Zertifizierung zum Sicherheitskoordinator.

Der Koordinator arbeitet mit Spezialisten aus der Entwicklung sowie den Anwendern und Auftraggebern zusammen, achtet auf die Einhaltung der Zielvorgaben, löst Konflikte, verrringert Risiken und übernimmt das Projekt-Controlling. Im Umgang mit Auftraggebern pflegt er die Kundenbeziehungen und hält gegenüber der Geschäftsführung oder einem Lenkungsausschuss die Ergebnisse transparent. Er steuert technische und personelle Ressourcen so, dass die Projektergebnisse qualitätsgerecht, zeitgerecht und im geplanten Budgetrahmen erreicht werden. Darüber hinaus sorgt er für Arbeitsbedingungen, die es den Projektmitarbeitern erlauben, möglichst gut zu entwickeln. Insgesamt ist das Tätigkeitsfeld von kurzfristigen Veränderungen und einem wenig festgelegten Umfeld geprägt.

Jörg Tappe absolvierte bei der Privatbank HSBC Trinkhaus & Burkhard die Zertifizierung zum IT Project Coordinator im Rahmen eines einjährigen Insourcing-Projekts. Das IT-System eines Partners sollte für die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte an das des Bankhauses angeschlossen werden. Ziel war es, über definierte Schnittstellen das erste "echte" Insourcing-Projekt der Wertpapierabwicklung umzusetzen.

Zum Spezialistenprofil des IT-Koordinators kam der ausgebildete Informatikassistent des Bankhauses allerdings nicht auf direktem Wege. Nach Gesprächen mit dem Lernprozessbegleiter Michael Reese vom Bildungs-Dienstleister Signum-IT und seinem Vorgesetzten Helmut Blum fiel die Wahl zunächst auf die Weiterbildung zum Datenbankentwickler.

Doch dann kam alles anders. Nahezu zeitgleich mit der Entscheidung für den Database Developer wurde das Bankhaus und damit die IT-Abteilung mit dem Mandantenprojekt "Insourcing" betraut. Die Komplexität dieser Aufgabe und die Terminvorgaben des Mandanten machten schnell klar, dass einige andere zu dem Zeitpunkt laufende Vorhaben ausgesetzt werden mussten, auch die geplante Qualifizierung.

"Dieses Projekt hatte Auswirkungen auf meine berufliche Weiterentwicklung. Nach Rücksprache mit meinem Lernprozessbegleiter entschied ich mich für das Profil des IT Project Coordinator. Die Aufgaben, die ich übernehmen sollte, entsprachen nämlich den vorgegebenen Prozessen und kamen meinen persönlichen Neigungen entgegen", so Tappe.

Besonders reizvoll ist für ihn, dass die Zertifizierung nicht nur fachliche Kompetenzen erfordert, sondern auch in hohem Maße "weiche" Faktoren wie Kommunikations-, Team- oder Konfliktfähigkeit. Auch der Vorgesetzte Helmut Blum hält die Wahl seines Mitarbeiters rückblickend für richtig: "Tappe verfügt über starke Sozialkompetenzen, die er im Rahmen des Zertifizierungsprojekts weiter ausbauen konnte. Durch seine persönliche Entwicklung hat sich die arbeitsprozessorientierte Qualifizierung durch die aus Verbänden, Arbeitgebern und Gewerkschaften gebildete unabhängige Zertifizierungsinstitution Cert-IT für uns unmittelbar ausgezahlt." (hk)