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19.12.2014 - 

Zeit ist Geld

Was passiert, wenn Arbeitszeit verloren geht?

Dominique Sabo studiert Germanistik und arbeitet seit 2014 im Online-Marketing bei Axonic. Sie ist ambitionierte Bloggering und schreibt vorzugsweise über IT Trend-Themen wie virtuelle Desktopumgebungen (VDI), Big Data oder Enterprise Search. Weitere Schwerpunkte sind Büroorganisation, Arbeitsplatzoptimierung und Projektmanagement.

Das allseits bekannte Sprichwort "Zeit ist Geld" stammt von Benjamin Franklin. Seine Aussage ist auch in der heutigen Arbeitswelt noch sehr aktuell. Zeit – und damit Geld – kann im Arbeitsalltag bekanntlich auch verloren gehen. Aber wohin geht sie?
Unstrukturierte Arbeitsabläufe können der Auslöser für Hektik im Job sein.
Unstrukturierte Arbeitsabläufe können der Auslöser für Hektik im Job sein.
Foto: kantver - Fotolia.com

Das Ziel aller Geschäftsführer ist es, sowohl Ihre Zeit als auch vor allem Ihr Budget optimal zu nutzen. Obwohl sich viele sicher sind, dabei die wichtigsten Punkte zu kennen, unterschätzen viele den Faktor Zeit als finanzielle Ressource. Es ist wichtig, eine korrekte Auswertung der effektiven Arbeitszeit vorzunehmen, um die Fortschritte und Arbeitserfolge des Unternehmens tatsächlich richtig zu verstehen.

Die Unternehmensberatung Bain & Company hat beispielsweise untersucht, wie Mitarbeiter eines US-Konzerns ihre Arbeitszeit verbringen. Von 40 Wochenstunden gingen 21 Stunden für Meetings drauf. Fast ein Drittel dieser Meetings waren solche, auf die problemlos verzichtet werden könnte. Konkret sind das 1,5 Stunden Arbeits, die am Tag unnötigerweise verloren gehen.
Des Weiteren zeigt eine Studie des amerikanischen Marktforschungsinstitutes United Sampler (uSamp), dass etwa 60 Prozent aller Unterbrechungen der Arbeit durch soziale Netzwerke bedingt sind. So geht insgesamt - nach uSamp - täglich ebenfalls eine ganze Stunde Arbeitszeit verloren.

Meetings, Social Networks, Raucherpausen

Auch Forscher der Ohio State University um Micah Berman, haben eine Studie zu dem Thema Arbeitszeitgestaltung veröffentlicht. Raucher rauchen im Durchschnitt zwei Zigaretten pro Tag während der Arbeitszeit. Sie rechnen für jede Zigarette inklusive Weg zum Raucherbereich etwa 15 Minuten. Insgesamt sind das also 30 Minuten der Arbeitszeit pro Tag.
Rechnet man diese drei Ergebnisse zusammen, kommt man auf drei Stunden pro Tag und pro (rauchendem) Mitarbeiter, die an Arbeitszeit verloren gehen. Wäre also Zeit tatsächlich Geld, würden Unternehmen durch diese Vorgänge täglich viel einbüßen müssen. Allerdings sind dies Vorgänge, die in der Kultur oder Struktur des Betriebes verankert sind (Meetings), beziehungsweise private (soziale Netzwerke) und persönliche Vorgänge (Rauchen), an denen man im Großen und Ganzen nur schwer etwas ändern kann.

Jetzt bleiben aber immerhin noch fünf Stunden reine und effektive Arbeitszeit übrig - oder?

Leider nein, wie eine Berkeley Studie zeigt. Demnach verbringen Mitarbeiter in einem europäischen Unternehmen etwa ein Viertel ihrer Arbeitszeit mit der Suche nach Informationen, also im Schnitt ebenfalls zwei Stunden pro Tag. Die Zeit, die mit der Informationssuche vergeht, geht dem Mitarbeiter also auch an effektiver Arbeitszeit verloren.

Wer sich ausrechnen möchte, welche Kosten durch verlorene Arbeitszeit entstehen können, kann auf die aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes vom August 2014 zurückgreifen: Es wurde errechnet, dass ein durchschnittlicher Angestellter pro Stunde 31,50 Euro kostet.

Täglich gehen einem Unternehmen so durch Suchvorgänge 63 Euro pro Mitarbeiter verloren - das sind knappe 13.200 Euro im Jahr für einen einzigen Mitarbeiter.

Und dieses Problem ist weder in der Betriebsstruktur oder -kultur verankert, noch hat es mit den persönlichen Angewohnheiten eines Mitarbeiters zu tun. Deshalb können Unternehmen zumindest hier durch geeignete Maßnahmen die Arbeitszeit effektiver gestalten.

Es ist nicht möglich, die Suchvorgänge einfach zeitlich zu begrenzen oder ganz zu eliminieren. Aber es ist sinnvoll, sich nach einer alternativen Lösung für die Suche nach Informationen umzusehen, wie beispielsweise eine Software, die schnell und präzise die internen Server durchsuchen kann. Denn wenn aus zwei Stunden Datensuche etwa 20 Minuten werden können, kann ein Unternehmen pro Mitarbeiter rund 52 Euro am Tag und 11.000 Euro im Jahr gespart. Am Ende ist dadurch zwar nicht das "eingesparte" Geld übrig, allerdings sollte eine Produktivitätssteigerung durch effektiv mehr Arbeitszeit verzeichnet werden können. (bw)

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