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Jahresrückblick

Was sich sonst noch tat

22.12.2000

Januar

Lotus-CEO Jeffrey Papows räumt das Feld, nachdem er sich, wie er mitteilte, schon länger den Kopf über das Mitte der 90er Jahre von IBM übernommene Unternehmen und seine eigene berufliche Zukunft zerbrochen hatte. Zum Nachfolger wird IBM-Verteran Al Zollar benannt. Papows taucht im August wieder auf: als Mitglied der Geschäftsleitung von IT Factory, einem der größten Business- Partner von Lotus.

Februar

Kirk Arnold verlässt nach sechs Jahren den IT-Dienstleister CSC. Der Lenker der Consulting-Division konnte dem Angebot des Internet-Startups Nerve Wire nicht widerstehen, dort den Posten des Chief Operating Officer zu übernehmen.

Storagetek-Chef David Weiss nimmt seinen Hut. Ihm sind die Ideen ausgegangen, wie er den angeschlagenen Speicherhersteller wieder in sichere Gewässer steuern soll.

Speicherkontrahent EMC heuert Joseph Tucci als Chief Operating Officer an. Der langjährige Wang-Sanierer hatte Ende 1999 den Dienst quittiert, nachdem Wang zuvor von IT-Dienstleister Getronics übernommen worden war.

Razorfish muss sich einen neuen Finanzchef suchen. Aus familiären Gründen scheidet Larry Begley aus.

Marty Sprinzen, Gründer und einstiger CEO von Middleware-Produzent Forté, wirft das Handtuch. Der neue Eigentümer Sun hatte ihn seit der Übernahme von Forté in der Luft hängen lassen und keinen neuen Job angeboten.

März

Mit einem neuen Geschäftsführer wartet die deutsche Tochter von Andersen Consulting auf. Thomas Köhler nimmt den Platz von Karl-Heinz Flöther ein, der bei dem IT-Beratungshaus zum Global Managing Partner für Finanzdienstleistungen ernannt wird.

Fünf Jahre sind genug. Andreas Zeitler, Mitgeschäftsführer von Novell Deutschland und Vice President der Region Europa, Mittlerer Osten und Nordafrika, räumt das Feld. Seine Aufgaben übernimmt Horst Nebgen, der seit Juli 1999 für das operative Geschäft in der Geschäftsführung von Novell Deutschland verantwortlich ist. Zeitler taucht Mitte April in der Vorstandsetage der Software AG auf. Dort ist er für das Ressort Vertrieb, Marketing und Services zuständig.

April

Nach zweijähriger Tätigkeit als Chief Technology Officer verlässt Judith Estrin Cisco Systems. Sie plant, mit ihrem Ehemann ein Unternehmen im Bereich Networking zu gründen. Ihren Platz nimmt Michelangelo Volpi ein.

J.D. Edwards-CEO Doug Massingill streicht die Segel. Nur 15 Monate hatte er es an der Spitze des Baan-Rivalen ausgehalten. An seine Stelle rückte wieder J.D. Edwards-Mitbegründer Edward McVaney, der im November 1998 nach 21 Jahren Massingill seinen Platz überlassen und sich in den Aufsichtsrat zurückgezogen hatte.

Bei Lotus machen sich drei weitere Topmanager aus dem Staub. John Throckmorton, weltweiter Entwicklungs- und Supportchef, sowie Mike Laginski und James Fieger, beide für den weltweiten Vertrieb zuständig, verlassen die IBM-Tochter auf eigenen Wunsch.

Im Frühjahr 1993 löste er Hewlett-Packard-Urgestein Eberhard Knoblauch als Deutschland-Statthalter ab. Nun ist es für Jörg Menno Harms an der Zeit, das Zepter aus der Hand zu geben und den Vorsitz des Aufsichtsrates der Hewlett-Packard GmbH und der Hewlett-Packard Holding GmbH zu übernehmen. In seine Fußstapfen tritt Rainer Geissel, zuletzt und auch weiterhin Vertriebsdirektor für kommerzielle Druck- und PC-Lösungen.

Mai

Johannes Meier wird zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Münchner IT-Dienstleisters GE Compunet berufen. Sein Vorgänger Hans-Dieter Koch will fortan nur noch als CEO von CE Capital IT Solutions fungieren. Den Job hatte er zuvor zusätzlich zu seiner Verantwortung für CE Compunet ausgeübt. Lange aber erfüllt ihn das nicht. Acht Wochen später gibt Koch sein Amt an John Oliver ab und entschwindet.

Toshibas CEO hat ausgedient. Seit 1996 an der Spitze des japanischen Elektronikkonzerns wird Taizo Nishimuro wegen anhaltender roter Zahlen auf den Posten des Chairman gehievt. Die Nachfolge Nishimuros tritt Tadsahi Okamura an.

Im April 1999 war er mit großen Plänen bei Kopierergigant Xerox als CEO an Bord gekommen. Ein Jahr später wird Rick Thoman von Chairman Paul Allaire vor die Tür gesetzt. Dem vorherigen CEO, der den früheren IBM-Mann eigenhändig zu seinem Nachfolger gekürt hatte, missfielen die zuletzt erzielten miserablen Quartalsergebnisse und Aktienabstürze. Allaire nimmt das Zepter wieder selbst in die Hand und lässt sich dabei von Anne Mulcahy als neuem Chief Operating Officer unterstützen.

Debitel-Vorstandschef Joachim Dreyer erhält den Laufpass und muss seinen Platz an Peter Walter abtreten, bis dahin in den Diensten des Messtechnispezialisten Wavetek Wandel Golterman. Die Ablösung des Urgesteins der deutschen Mobilfunkszene war schon lange in der Branche erwartet worden. Beim Management von Swisscom, dem neuen Eigentümer von Debitel, hatte Dreyer zunehmend schlechte Karten gehabt.

Juni

Wolfgang Stübich, dreieinhalb Jahre Vorstandschef des Münchner Systemhauses Ditec, sagt Servus. Seinen Posten übergibt er an Alfred Keseberg, bisher Geschäftsführer der Ditec GmbH & Co. KG.

August

Erst verlängert er seinen Vertrag, dann steigt T-Online-Chef Wolfgang Keuntje plötzlich aus. Seinem überraschenden Abgang sollen bereits längere Zeit heftige Differenzen mit Telekom-Boss Ron Sommer vorausgegangen sein. T-Online schliddert in eine satte Führungskrise, die mit dem fast kompletten Ausscheiden des Vorstands endet. Nach Keuntje nehmen auch Finanzvorstand Christian Hoening, Produkt-Marketing-Vorstand Ralf Eck und Vertriebsvorstand Bernd Reichert-Berg ihre Hüte.

Oktober

3Com-Chef Eric Benhamou räumt das Feld, nachdem er fast zehn Jahre lang die Geschicke des Netzwerkers geleitet hatte. Ihm folgt Bruce Claflin, der seit August 1998 als Chief Operating Officer bei 3Com fungiert.

Das fünfte miserable Quartal in Folge bedeutet das Aus für Lucent-CEO Richard McGinn. 1997 hatte er die Nachfolge von Henry Schacht angetreten, der nun erneut das Zepter bei Lucent schwingt.

Carrier Gobal Crossing verschleißt weiter CEOs. Mit Thomas Casey übernimmt der vierte Manager innerhalb von dreieinhalb Jahren den Führungsposten, nachdem Leo Hindery nach nur sieben Monaten im Amt das Handtuch geworfen hatte.

Auch nicht gerade Traumjobs scheinen die Chefposten bei der Münchner NSE Software AG zu sein. Vorstandschef Friedrich Nerb quittiert seinen Dienst. Erst Ende 1999 hatte er das Ruder von seinem Bruder Manfred übernommen. Kurz zuvor war bereits Seppo Ratannen nach nur wenigen Monaten im Amt aus dem Vorstand ausgeschieden.

November

Tim Gill, Gründer und Chairman des Publishing-Softwarespezialisten Quark sagt seinem Unternehmen nach 20 Jahren ade. Künftig wolle er sich ganz der Philanthropie widmen, erklärt er bei seinem Abschied.

Jo Lernout und Paul Hauspie legen ihre Ämter als Co-Chairmen und Managing Directors nieder. Die Gründer des belgischen Spracherkennungsspezialisten Lernout & Hauspie hatten drei Jahre lang die Bilanzen ihres Unternehmens manipuliert, was im Laufe dieses Jahres ans Licht gekommen war.

Telekom-Aufseher Klaus-Dieter Scheurle wirft die Brocken hin. Dem Vertreter einer strikten Regulierungspolitik waren die ständigen Auseinandersetzungen mit der rot-grünen Regierung offenbar zuviel geworden. Gerüchten zufolge wechselt er als Berater zur Credit Suisse First Boston. Als neuer Chefregulierer wird der bisherige Vizepräsident Matthias Kurth gehandelt.

Nur zwei Monate kann sich Karl Heinz Achinger über seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte freuen. Im Oktober wieder als Chef des Debis Systemhaus zurückgeholt, muss er nun Christian Hufnagel weichen. Verläuft die Integration des Systemhauses in die Telekom-Tochter schwieriger als erwartet?

Dezember

Klaus Esser ist wieder da. Der Mannesmann-Vorstandssprecher, der im Kampf gegen die feindliche Übernahme durch Vodafone den Kürzeren zog, taucht bei der Venture-Capital-Gesellschaft General Atlantic Partners als Chef des Unternehmensbereichs globale Telekommunikation wieder auf.

Niemand kennt Michael Muus, aber alle kennen das Tool "Ping", mit dem sich die Erreichbarkeit bestimmter Rechner im Netz testen lässt. Der Amerikaner stirbt mit 42 Jahren bei einem Autounfall.

Die Telekom präsentiert für T-Online den neuen Vorstandssprecher: Thomas Holtrop war zuvor Marketing-Chef der Deutschen Bank 24 und soll nun das leckgeschlagene Schiff wieder flott machen.