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19.08.1983

Was tut Siemens?

Es ist schon bemerkenswert, daß der schwedische Nachrichtentechnik-Multi Ericsson jetzt auch mit den US-Mainframern Honeywell und Sperry kooperiert, mit Honeywell auf dem Gebiet der Sprach- und Datenkommunikation, mit Sperry auf dem Bankensektor.

Was immer die Kooperations- und Kaufwut ausgelöst hat, ob nationalstaatliches Expansionsstreben oder schlichte Überlebensvorsorge - das Ericsson-Management hat erkannt, daß es seine Entwicklungs- und Wachstumsprobleme nur mit "außenpolitischen" Mitteln lösen kann. "Pre-Competition-Cooperation", internationale Zusammenarbeit im Vorfeld des eigentlichen Marktgemetzels, scheint den Schweden der geeignete marktpolitische Schachzug, gegen die US-Giganten IBM und AT & T sowie die Japaner nicht zu unterliegen.

Wenn sich nach Cii-HB und Sperry nun Mini-Marktführer Digital Equipment an der Trilogy Corp. des Gene Amdahl beteiligt, so zeigt auch dies den Trend, der langfristig zu einem Strukturwandel innerhalb der Computerbranche führen könnte: "Pre-Competition-Cooperation", Joint-ventures und Beteiligungen sind die Schlüssel der Veranstaltung.

Mit von der Partie ist auf jeden Fall der US-Telefonriese AT & T: "Ma Bell", just durch Aufspaltung von lästigem Ballast befreit (CW Nr. 33 vom 12. August 1983, Seite 3), kooperiert mit der holländischen Philips auf dem Sektor öffentliche Telekommunikationsnetze, sucht dadurch Zugang zum europäischen Markt.

Dort tummelt sich eine gefräßige Ericsson-Gruppe (siehe oben), dort ist aber auch der Siemens-Konzern zu Hause.

Was tut Siemens? Unzufriedenheit wird bei deutschen Telekommunikationsexperten erkennbar, weil die Münchner den Eindruck vermitteln, in Sachen internationale Kooperationen untätig zu sein. Aber bluffen die Münchner am Ende gar nur, um in Ruhe den großen Coup zu landen? Was tut Siemens?