Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

07.10.1988

Was Unix nicht kann

Die etablierten Großsystem-Anbieter fühlen sich bemüht klarzustellen, daß Unix zur Unterstützung von Mainframe-Anwendungen zu schwach sei. Als ob es in diesem Zusammenhang des Mainframe-Plazets bedürfte. Wichtig ist, die große Perspektive nicht aus den Augen zu verlieren. Dabei lohnt es sich, die Mainframe-Vergangenheit auszuarbeiten: Es war ein Rückschritt, Dialog-Anwendungen, die Integration verlangten, in einer nach wie vor Lochkarten-orientierten DV-Organisation (80stellige Bildschirmanzeige) auf zentralen Großrechnern abzubilden. Dieser Nachteil wurde billigend in Kauf genommen, weil es die adäquate Technik noch nicht gab.

Mit der Entwicklung des Mikroprozessors wurde das Bewußtsein von Zeit (Response) und Raum (Speicherplatz) in der Datenverarbeitung total verändert. Erstmals war es möglich, Echtzeitumgebungen am Arbeitsplatz herzustellen. Das Fazit: Für die Lösung von Transaktions-Aufgaben in einer dezentralen DV-Welt sind die aus blauer Batch-Vorzeit stammenden Mainframe-Dinosaurier zu unbeweglich. Es gehört denn auch keine große Prophetie dazu, das Aussterben der Mainframes vorauszusagen. Und so - aber nur so - macht es Sinn, von einer Mainframe-Unverträglichkeit des Unix-Betriebssystems zu sprechen.

Mit dem Abbau der Mainframe-Monumente beginnt der Aufstieg der Mikroprozessor-Architektur. Daß Unix heute von den Workstation-Anbietern favorisiert wird, hat ausschließlich praktische Gründe: Technische Innovation läßt sich so schneller und leichter transportieren. Der Anwender profitiert davon.