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24.06.1983 - 

Verzicht auf Mikroelektronic:

Was wäre wenn?

Von irgendwo her stammt die Schätzung, daß der Pro-Kopf-Verbrauch von Mikroelektronik in der Schweiz derzeit bei nur 25 Franken liegt. Zum Vergleich wird da gerne die USA herangezogen, wo bereits für 35 Franken Mikroelektronik pro Kopf konsumiert werden soll. Diese Zahlen sollten eigentlich nachdenklich stimmen. Umsomehr als man annehme darf, daß der Einsatz von Mikroelektronik die zukünftige international Wettbewerbsfähigkeit einer hochtechnisierten Industriegesellschaft, wie dies zum Beispiel für die Schweiz zutrifft, ganz wesentlich bestimm dürfte.

In der gesellschaftspolitischen Diskussion behindern die sogenannten Akzeptanzprobleme aber immer noch die erfolgreiche Auswertung der Mikroelektronik. Wobei die allgemein, vorherrschende Auffassung, die verstärkte Anwendung der Mikroelktronik führe zu noch mehr Arbeitslosigkeit, in der Regel überschätzt, die mit der Rationalisierung verbundenen positiven Wirkungen auf das Sozialprodukt, die Sicherung der internationalen Wettbewerbsstellung wie die Auswirkung auf die Gesamtbeschäftigung erheblich unterschätzt werden durften.

Tatsache ist, daß die neuen mikroelektronischen Techniken zunächst einmal mit erheblichem Kostenaufwand erforscht, entwickelt und für eine industrielle Nutzung gesetzt werden. Da Kosten immer gleich auch Einkommen sind, hat Mikroelektronik, bevor sie überhaupt Arbeitskräfte freizusetzen vermag Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise erhalten. Mit ihrer Anwendung steigt überdies die Produktivität und damit das Realeinkommen.

Vor die entscheidende Frage gestellt, was wäre, wenn die Schweiz sich weigern würde, die neuen Technologien in ihrem hochindustrialisierten, an Rohstoffen armen Land einzusetzen, könnte die Antwort leicht lauten, daß sich daraus eine im schlimmere Dauerkrise entwickeln könnte. Und wenn man schon keine Option hat, auf die Mikroelektronik generell zu verzichten, wäre es kostspielig und gefährlich, ihre Anwendung auch nur zu verzögern