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12.02.1999 - 

Was wurde eigentlich aus ...

Was wurde eigentlich aus ... Mammutprojekt "LBS-neu": Die Hauptarbeit ist getan

MÜNCHEN (qua) - Viereinhalb Jahre hat es gedauert und 150 Millionen Mark gekostet: Ab sofort kann die LBS West, Münster und Düsseldorf, drei Viertel ihrer Geschäftsprozesse mit Hilfe einer neuen Client-Server-fähigen Software abwickeln. Der Rest soll in den kommenden beiden Jahren folgen.

Das Projekt läuft unter der Bezeichnung "LBS-neu" und zielt darauf ab, das gesamte Bauspargeschäft der nordrheinwestfälischen LBS auf Basis einer Client-Server-Architektur neu abzubilden. Im Endausbau sollen etwa 600 Sachbearbeiter damit rund 2,5 Millionen Verträge verwalten. LBS-neu baut auf den Trümmern eines 1996 gescheiterten Projekts namens "LBS 2000" auf, dessen Bauleitung die bayerische LBS mit Sitz in München übernommen hatte (siehe CW 50/96, Seite 1).

In der bereits abgeschlossenen - umfangreichsten - Projektphase standen die Anwendungsbereiche Vorgangssteuerung, Zahlungsverkehr und Kreditwesen auf dem Programm. Sie waren teilweise noch nicht oder nur rudimentär durch Informationstechnik unterstützt, so daß sich dort besonders hohe Produktivitätsgewinne erzielen ließen. "Unter dem Risikoaspekt betrachtet, hätten wir es vielleicht besser andersherum gemacht", räumt Franz Schlarmann ein. Als Hauptabteilungsleiter Org./DV bei der LBS in Münster hat Schlarmann das Projekt verantwortlich begleitet. Als Geschäftsführer der LBS IT GmbH & Co. KG, Bonn, muß er allerdings damit leben, daß bislang nur ein Teil der insgesamt 13 Landesbausparkassen die Neuentwicklung übernehmen wollen.

Innerhalb des vor einigen Monaten gegründeten IT-Verbunds, dem sich faktisch alle LBS-Niederlassungen mit Ausnahme von München angeschlossen haben, gibt es eine starke Lobby für das 15 Jahre alte Anwendungssystem der LBS Kiel (siehe CW 38/97, Seite 1). Die Org.-Leiterin der schleswig-holsteinischen LBS, Sabrina Früchting, ist zudem Co-Geschäftsführerin der LBS IT.

In sechs Jahren will die Gemeinschaft der Landesbausparkassen entscheiden, welches System sie zum Standard erklären wird. LBS- neu dürfte dabei die besseren Karten haben - vor allem, wenn Ende 2001 auch die Bauspar-Prozesse darin integriert sein werden. Das Back-Office-System aus Münster hat die flexiblere Infrastruktur; zudem wurde es mit einer modernen Softwareproduktions-Umgebung ("HPS" von Seer Technology) entwickelt. Zur Unterstützung der eigenen Entwickler holte sich die LBS Münster schon beim Projektstart das Beratungsunternehmen CSC Ploenzke mit Sitz in Kiedrich/ Rheingau ins Boot.