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19.09.1975

Was zahlen Sie für Schichtzuschläge?

Jörg Pommeranz, Hauptabteilungsleiter Org.- u. DV der Firma Rudolf A. Oetker, Bielefeld

Wir arbeiten rund um die Uhr in drei Schichten: von 6.00 bis 14.00 Uhr, von 14.00 bis 22.00 Uhr und von 22.00 bis 6.00 Uhr. Insgesamt stehen hierfür sechs Operatoren zur Verfügung, für jede Schicht zwei, wobei wöchentlich abgewechselt wird.

Als Schichtzulage bezahlen wir pro Stunde eine Mark, sowie in der Nachtschicht zusätzlich 50 Prozent Nachtzuschlag, berechnet

vom Grundgehalt.

Es gibt zwar einige Unternehmen, die eine Schichtzulage für nicht mehr nötig hatten - auch angesichts der derzeitigen Arbeitslage. Wir aber sind der Meinung, daß die Schichtarbeit eine zusätzliche körperliche Belastung ist, vor allem in der Nachtschicht, und das sollte auch entsprechend honoriert werden.

Einmal monatlich - wenn die Abschlußarbeiten anfallen - wird bei uns am Samstag zusätzlich gearbeitet und hierfür bekommen die Mitarbeiter noch gesondert Überstunden bezahlt und zwar laut den tariflichen Bestimmungen unserer Gewerkschaft, das sind, 30 Prozent zusätzlich.

Rolf Lindlar, Leiter der Abteilung Datenverarbeitung, Rheinisches Genossenschafts-Rechenzentrum Köln eG., Köln-Porz

Wir sind ein Banken-Rechenzentrum, unsere Hauptarbeitszeit liegt daher abends. Derzeit fahren wir zweieinhalb Schichten, und zwar von 6.00 bis 15.00 Uhr. von 9.30 bis 18.00 Uhr und von 18.00 Uhr bis Ende, das heißt in der Regel so gegen 2.00 Uhr nachts.

In diesen Schichten sind unsere beiden Systeme, eine 370/158 und eine 370/145 (je einem Megabyte) belegt. Von der Schichtarbeit sind 15 Personen aus dem Operating betroffen, also bei jeder Schicht fünf Personen, davon je ein Schichtleiter.

Diese 15 Mitarbeiter bekommen zusätzlich zu ihrem Gehalt monatlich eine Schichtzulage von 300 Mark, die auch während des Urlaubs bezahlt wird, zusätzlich etwa 25 Prozent vom Grundgehalt für jede Stunde, die sie nach 20.00 Uhr anwesend sind. Echte Überstunden fallen bei uns immer dann an, wenn das Schichtende 2.00 Uhr nachts nicht eingehalten werden kann, so daß hier die tariflich vereinbarte Überstundenregelung einsetzt, also 25 Prozent des Gehaltes zusätzlich.

Günter Reusch, Leiter der EDV-Abteilung der BP AG, Hamburg

Wir fahren drei Schichten - teilkontinuierlich, daß heißt rund um die Uhr, außer dem Wochenende, und zwar schon seit Oktober 1974.

Allerdings ist die dritte Schicht nicht voll belegt, sondern gilt als "Zusatzschicht". Derzeit arbeiten nachts nur zwei Personen, hauptsächlich an rechenintensiven Arbeiten, bei denen wenig Handling erforderlich ist. Eine Schicht besteht bei uns aus fünf Personen plus dem Schichtführer. Künftig werden sie die sogenannte Notschicht" mit insgesamt vier Personen belegen.

Der Schichtbetrieb ist gegliedert in die Frühschicht von 6.40 bis 15.00 Uhr, die Spätschicht von 14.30 bis 23.00 Uhr und die Nachtschicht von 22.50 bis 6.50 Uhr.

Diese Schichtregelung existiert bereits seit 1972 und wird bei jeder Neueinstellung vertraglich geregelt.

Für die ersten beiden Schichten werden monatlich 79 Mark Zulage bezahlt, - eine sogenannte Schichterschwerniszulage, die auch während der Urlaubszeit fortbezahlt wird. Die Nachtschichtzulage ist angesetzt mit derzeit 162 Mark. Da die Leute aber nicht rund um die Uhr arbeiten, sondern diese Schicht zur Zeit nur mit zwei Leuten belegt ist, wird dieser Betrag anteilig ausbezahlt.

Tatsächlich fällt für jeden Mitarbeiter diese Nachtschicht nur alle sechs Wochen an.

Zusätzlich bekommt jeder Mitarbeiter, der von 19.00 bis 7.00 Uhr arbeitet, einen Nachtarbeitszuschlag von 24 Prozent von seinem Stunden-Grundgehalt bezahlt.

Dr. Günter Bierfischer, Hauptabteilungsleiter EDV u. Org., Gebrüder Claas Maschinenfabrik

GmbH, Harsewinkel

Seit 1969 gab es in unserem Hause den Drei-Schicht-Betrieb. Trotzdem mußten unsere Leute noch mit Arbeiten ins Wochenende hineingehen, um rechenintensive Auswertungen fertigzustellen. Um hier Abhilfe zu schaffen, entschlossen wir uns im Januar 1974, die 2319-Plattenstapel gegen 3330, auszutauschen. Durch die schnellere Verarbeitungs-Geschwindigkeit konnten wir die dritte Schicht einstellen und sind sogar seit etwa zwei Monaten auf das kleinere System 370/135 übergegangen.

Mit dieser Lösung reichen uns maximal 16 Verarbeitungsstunden aus, wir konnten sogar noch zwei Mann Operating-Personal einsparen.

In unserem Hause gibt es eine Schichtzulage in Höhe von 0,89 bis 1,42 Mark pro Stunde, unabhängig von der Höhe des jeweiligen Gehalts. Die Staffelung beginnt ab 14.00 Uhr, der Nachtzuschlag setzt ab 20.00 Uhr ein.

Alle Arbeiten, die außerhalb unseres Zwei-Schicht-Betriebs anfallen, werden in besonders angeordneten Überstunden aufgearbeitet, die nach der gesetzlichen Überstundenregelung vergolten werden. Fällt außer dieser Zeit noch Mehrarbeit an, so kann der Mitarbeiter den Freizeitausgleich in Anspruch nehmen.