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25.03.1994

"We want to create a human network"

Ende 1992 hat sich die Microcomputer Managers Association (MMA) Germany e.V. formiert. Der Verein besteht derzeit aus 20 Mitgliedern - Mitarbeitern aus mittleren und grossen Unternehmen, die sich mit PCs beschaeftigen. Es handelt sich um eine reine Anwendervereinigung, fuer DV-Industrie sowie Berater ist keine Mitgliedschaft moeglich. Sie sind als Sponsoren - ohne Stimmrecht - allerdings jederzeit willkommen. Dachorganisation ist die MMA International mit Sitz in New York.

Die MMA hat ihren Ursprung in den USA. Sie wurde 1982 als nationaler Arbeitskreis amerikanischer Manager und PC-Spezialisten gegruendet. Mittlerweile besteht die MMA US aus zirka 2000 Mitgliedern, ein grosser Teil davon ist bei den Top-500-Unternehmen beschaeftigt. Die installierte Basis der PC-Manager, die der Vereinigung beigetreten sind, liegt bei 1,5 Millionen PCs. "Das bedeutet eine gewisse Marktmacht, man hoert auf die MMA US", konstatiert Dietrich Lueben, Leiter Buerokommunikation in der ADAC- Zentrale, Muenchen, und Praesident der MMA Germany e.V. In Deutschland rechnet er langfristig mit 500 Mitgliedern.

"Wir sind keine produktbezogene User Group", erklaert Lueben. Die MMA befasst sich mit Fragen des PC-Einsatzes, deckt Schwachstellen auf und versucht im Dialog mit den Anbietern Verbesserungen herbeizufuehren. Ein wichtiges Anliegen ist der Know-how-Transfer unter den Mitgliedern. "We want to create a human network", verdeutlicht der Initiator von MMA Germany. "Jedes MMA-Mitglied ist einverstanden, dass es interfraktionell angerufen wird. Wenn ich zum Beispiel ein Problem mit Netware habe, kontaktiere ich jemanden mit besonderen Novell-Kenntnisse - so partizipiert einer von dem Wissen des anderen." Das Ausarbeiten von Richtlinien fuer den PC-Einsatz, Methoden zur Refinanzierung von Benutzerservicezentren, Workflow-Strategien oder von Betriebsvereinbarungen zaehlt ebenfalls zu den Aktivitaeten der MM- Gemeinschaft.

"Wir sind dabei, ein Lotus-Notes-System aufzubauen", berichtet Lueben. Hat ein MMA-Mitglied eine Richtlinie oder Methode erarbeitet, stellt er sie ueber Notes den Vereinskollegen zur Verfuegung. "Vielleicht schaffen wir es, Richtlinien zu formulieren, die dann als MMA-Empfehlung gelten", hofft der BK- Manager.

Die Arbeit der deutschen MMA-Mitglieder brachte bereits Resultate: Nachdem ein Musterlizenzvertrag aus kartellrechtlichen Gruenden scheiterte, stellen die PC-Spezialisten die Ergebnisse der Untersuchung nun als "Tips fuer den Softwarekauf im professionellen Umfeld" zur Verfuegung. Handlungsbedarf sieht der MMA-Praesident auch beim Software-Management. "Es muss moeglich sein, eine vernuenftige Versions- und Lizenzverwaltung zu installieren. Es gab hier Initiativen der MMA US, die konnten aber offensichtlich nicht durchgesetzt werden."

Aktiver zeigen sich die Amerikaner auf einem anderen Gebiet: der Qualifikation. "Zur Zeit kann sich Microcomputer-Manager nennen, wer immer das moechte. Deshalb soll ein Berufsbild definiert werden", erklaert Lueben, der sich auch in Deutschland dafuer stark machen will. "In bezug auf Bildung, Ausbildung und Berufsbild sollte man etwas unternehmen. Hier wuerden wir auch mit Leuten zusammenarbeiten, die keine Microcomputer-Manager sind."