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20.10.2000 - 

Zurück zu alten Mailbox-Wurzeln

Web-Firma Mojo Nation möchte Napster und Gnutella beerben

MÜNCHEN (CW) - Nach Napster und Gnutella nähert sich ein weiterer File-Sharing-Service seiner Vollendung. Mojo Nation geht allerdings einen neuen Weg der Datenhaltung und will so drohende Klagen und Bandbreitenprobleme unterlaufen.

Während mit Napster und Gnutella die zwei bekanntesten File-Sharing-Dienste mit Problemen zu kämpfen haben, schickt sich die kalifornische Site Mojo Nation (www.mojonation.net) an, in die Bresche zu springen. Das Prinzip ist vergleichbar: User stellen Dateien zur Verfügung und können sich gleichzeitig auf dem freien Markt bedienen. Als Kern des Konzeptes fungiert eine Client-Software, die sich der Anwender auf den Rechner laden muss.

Im Gegensatz zu den bekannten Vorgängern schlägt Mojo Nation jedoch einen anderen Weg ein, um die Daten zu speichern. Verfügbare Files werden zerstückelt und auf unterschiedlichen Relay-Servern vorgehalten. Damit die Community den Überblick nicht verliert, gibt es keine zentrale Datenbank wie bei Napster, die Gegenstand rechtlicher Auseindersetzungen werden könnte. Die Datei- und Fragmentsuche erledigt bei Mojo Nation ein Agent, der aus der Client-Software gestartet wird und das Netz nach den passenden Bruchstücken absucht. Diese werden im Idealfall auf dem Rechner des Suchenden zum kompletten File zusammengesetzt.

Freeloader, die nur nehmen und nichts beisteuern, sollen durch eine spezielle "Währungseinheit" namens Mojo ausgeschlossen werden. Wer Prozessor-Power, Bandbreite oder Relay-Platz zur Verfügung stellt, erhält einen bestimmten Betrag gutgeschrieben. Dieser lässt sich einsetzen, um eigene Download-Bedürfnisse zu befriedigen - ein Prinzip, dass an alte Mailbox-Zeiten erinnert. Später soll ein Feature folgen, mit dem beispielsweise Autoren für die Bereitstellung von Content belohnt werden, was bislang nicht möglich ist.