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19.07.2002 - 

Sun will in die WS-I

Web-Services bald im Kleinformat

TOKIO (IDG) - Web-Services muss es nicht nur für große B-to-B-Anwendungen geben. Auf einer Konferenz in Japan vertrat der technische Chefstratege von Sun, John Bobowicz, die Ansicht, dass Web-Services künftig auch im Desktop-Kleinformat denkbar sind.

Die Entwicklung von Web-Services ist heute nach Ansicht von Bobowicz nur auf den B-to-B-Markt ausgerichtet. Dabei richtet sich das Hauptaugenmerk vor allem darauf, groß angelegte Applikationen dahingehend zu verändern, dass sie mit anderen Anwendungen innerhalb der gleichen Organisation oder aber über das Netz mit Maschinen anderer Organisationen kommunizieren können. Nach Meinung des Sun-Managers gibt es jedoch keinen Grund, Web-Services nicht auch für kleinere Anwendungstypen zu entwickeln.

Bobowicz konkretisierte seinen Vorschlag anhand des Beispiels der Textverarbeitung. Es sei durchaus denkbar, die verschiedenen Funktionen einer Textverarbeitung wie zum Beispiel Silbentrennung, Rechtschreibprüfung, Editierung, Wörterbuch und Layout als eigenständige Web-Services zu betreiben. Dadurch werde die Textverarbeitung für sich zu einer virtuellen Applikation. Der Anwender könne dann selbst entscheiden, welches Wörterbuch oder welche Rechtschreibprüfung er nutzen wolle.

Wenn solche Funktionen einmal als Services verfügbar sind, wird es Bobowicz zufolge leichter, andere Applikationen zu bauen. Der Grund: Viele der Services könnten dann wiederverwendet werden. Die Konstruktion einer E-Mail-Anwendung erfordere zum Beispiel nicht viel mehr als die Addition von SNMP- und Imap-Funktionen zu den Services, die zusammen eine Textverarbeitung generieren.

Der Sun-Manager bekräftigte auf der Konferenz außerdem die Bereitschaft seines Unternehmens, der Web Services Interoperability Organization (WS-I) beizutreten. Die Organisation war Anfang Februar federführend von Microsoft und IBM in einer Nacht- und Nebelaktion mehr oder weniger unter Umgehung von Sun aus der Taufe gehoben worden. Im Gegensatz zu den Mitgliedern Accenture, Bea Systems, Fujitsu, Intel, Oracle und SAP, die zunächst nur für zwei Jahre Mitgliedsrechte haben, sind IBM und Microsoft unbefristete Teilnehmer. Diesen Status fordert auch Sun in der WS-I. (pg)