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08.08.2003 - 

PAC-Studie zur EAI-Entwicklung in Deutschland

Web-Services beflügeln Integrationsmarkt

MÜNCHEN (CW) - Trotz einiger Anlaufschwierigkeiten bleibt der Markt für Enterprise Application Integration (EAI) ein Hoffnungsträger der deutschen Software- und Servicebranche. Zu Recht, meinen die Analysten der Münchner PAC GmbH, denn Web-Services werden ab 2005 das EAI-Geschäft kräftig ankurbeln.

Mit einem Wachstum von nur zwei Prozent in den Jahren 2001 und 2002 blieb der EAI-Gesamtmarkt, also Produkte und Services, laut Pierre Audoin Consultants (PAC) weit hinter den Erwartungen der Branche zurück. Doch den Unkenrufen, EAI sei bereits überholt, bevor es aus den Startlöchern komme, mögen die Marktforscher in ihrer aktuellen EAI-Studie nicht folgen. Im Gegenteil: Der Integrationsaspekt rücke zunehmend in den Mittelpunkt einer IT-Investitionsentscheidung. Das Ziel sei letztlich eine serviceorientierte Architektur, die entscheidend von Web-Services-Techniken geprägt ist. Derzeit seien industriell genutzte Web-Services, über die Geschäftsprozesse und IT lose gekoppelt werden können, allerdings noch Zukunftsmusik. Es bedürfe noch weiterer Spezifikationen, weshalb sich die neuen Dienste vorerst nur für einfache, unternehmensinterne Integrationsaufgaben eigneten.

Bezüglich der Anbieter unterscheidet PAC die EAI-Spezialisten wie Tibco, Webmethods, Seebeyond, Mercator und Vitria von den Schwergewichten IBM, Sun, Bea, Microsoft und Oracle. Den deutschen Integrationsmarkt werde vor allem SAP entscheidend mitprägen. Die Walldorfer verfolgen mit den zu Beginn dieses Jahres angekündigten Produkten "Netweaver" und "Exchange Infrastructure" (XI) eine eigene Integrationsstrategie auf Basis von Web-Services-Techniken. SAP sei jedoch, so PAC, besonders wenn es um die Anbindung von Fremdsystemen geht, auf Partnerschaften angewiesen. Dies belegten die kürzlichen Vertragsverlängerungen mit Webmethods (SAP Business Connector) und Seeburger.

Vor allem große Player wie IBM, SAP, Microsoft oder Software AG werden nach Ansicht von PAC vom boomenden EAI-Markt profitieren. Sie verfügen über den längeren Atem in der aktuellen wirtschaftlichen Flaute, was Anwender honorieren. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich Kompetenzen über Partnerschaften und Akquisitionen anzueignen. "Opfer" könnten dann Firmen wie Mercator oder Vitria sein, denen ein baldiges Ende vorausgesagt wird. Auch Tibco, Seebeyond oder Webmethods könnten es schwer haben, da sie laut PAC 2002 noch keine Profitabilität erreicht haben. (ue)

Abb: EAI kommt gewaltig

Ab 2005 gibt es im deutschen EAI-Markt kräftige Umsatzzuwächse. Quelle: PAC