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22.12.2004

Web-Services erweitern Kernapplikation

Im Rahmen eines Restrukturierungsprojekts bekommen die norddeutschen Volks- und Raiffeisenbanken flexible Abläufe.

Die GAD eG mit Sitz in Münster fungiert als IT-Dienstleister für rund 500 Volks- und Raiffeisenbanken im norddeutschen Raum. Vor 41 Jahren gegründet, erhielt sie ihre heutige Form durch die 2001 erfolgte Integration der in Hannover beheimateten GAZ. Nach der Fusion begann der Dienstleister ein umfassendes Restrukturierungsprogramm mit der Bezeichnung "Focus 21". In diesem Rahmen wurden nicht nur die Prozesse neu auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet, sondern auch die vorhandenen IT-Systeme überarbeitet.

Auch die Brot-und-Butter-Anwendung des Unternehmens, "BB3" genannt, wurde auf den technisch aktuellen Stand gebracht. Dabei handelte es sich um ein Bankdialogsystem, das sowohl die internen Prozesse als auch das Geschäft mit den Endkunden unterstützte und den Datenaustausch mit den Rechenzentren bewerkstelligte.

Die Funktionen dieser Anwendung sollten unbedingt erhalten bleiben. Sie bilden heute rund 85 Prozent der Inhalte von "Bank 21", wie die neue, im Herbst dieses Jahres in Dienst gestellte Applikation heißt. Dank der transparenten Weiterentwicklung hielt sich der Schulungsaufwand für die Anwender in Grenzen. "Wir haben einfach etwas darum herumgestrickt", so Hans Wolfgang Neumann, Vorstand des IT-Dienstleisters.

Die Stricknadeln dazu lieferte die Programmierumgebung Java Enterprise Edition (J2EE). Um den Ansprüchen der Anwender zu genügen, ist die Anwendung Web-fähig. Technisch basiert sie auf dem Applikations-Server "Websphere" von IBM, strukturell arbeitet sie mit Web-Services. Deren Funktion sieht Naumann vor allem in der Vereinfachung des Workflows. Wo früher Formulare via Telefax verschickt wurden, lassen sich heute locker verbundene Programmteile in die Abläufe einflechten. "Web-Services sind die moderne Form des Faxens", fasst der GAD-Vorstand denn auch vereinfachend zusammen.

Aus Sicht der Benutzer hat die neue Anwendung ein dickes Plus bei der flexiblen Gestaltung von Abläufen. Zu diesem Zweck wurde die "Process Logic Engine" von Versata in das System integriert. Mit Hilfe des Softwarewerkzeugs können die angeschlossenen Institute die in Bank 21 angelegten Prozesse aufbrechen und durch grafische Modellierung beispielsweise das Genehmigungsverfahren an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. Möglich sind auch unterschiedliche Abläufe für die diversen Kundensegmente. Gleichzeitig dokumentiert das Tool die Prozesse, womit sie revisionssicher werden. Last, but not least lassen sich damit auch Bearbeitungszeiten und Prozesskosten überblicken. Implementiert wurden diese Möglichkeiten zunächst für das Kreditgeschäft.

Elf Banken verschiedener Größenklassen haben das System bereits im Einsatz. Ab März 2005 soll es bei allen 500 GAD-Mandanten in Betrieb genommen werden. (qua)