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05.04.2002 - 

Umfrage zu IT-Investitionen

Web-Services konkret geplant

MÜNCHEN (CW) - Über Web-Services wird nicht nur geredet - die Mehrzahl der Firmen wollen die neue Technik, mit der unterschiedliche Systeme und Anwendungen über das Netz Daten austauschen und Transaktionen abwickeln, auch einsetzen.

In einer Umfrage der Investment-Bank Merrill Lynch erklärten zwei Drittel von 100 befragten CIOs (Chief Information Officers) aus den USA und Europa, dass sie Investitionen in Web-Services planen. Dabei ergab sich ein Unentschieden zwischen Microsofts ".NET"-Plattform und dem konkurrierenden "J2EE" (Java 2 Enterprise Edition) von Sun Microsystems. Nach Einschätzung der Analysten tendieren unabhängige Softwareentwickler aufgrund des plattformübergreifenden Ansatzes eher zu Java, obwohl sich Anwendungen hier ausschließlich in Java schreiben lassen. Unternehmen dagegen bevorzugten wahrscheinlich eher .NET, weil damit unterschiedliche Programmiersprachen unterstützt würden - auch wenn am Ende alles nur auf Basis von Microsoft-Technik laufe.

Application-Server-Software, die zum Betreiben von Websites und E-Commerce-Transaktionen verwendet wird, ist bei 67 Prozent der Befragten im Einsatz. Auch hier entfielen die Angaben der CIOs relativ gleichmäßig verteilt auf die Anbieter (Bea Systems, IBM, Microsoft, Oracle und Sun).

Als weiteres Ergebnis fasst der Merrill-Lynch-Bericht zusammen, dass Firmen als Folge von Bugdetkürzungen weniger Berater beschäftigen und nicht mehr so viele IT-Projekte an Drittanbieter vergeben. So erklärten 60 Prozent der CIOs, mehr Projektarbeit inhouse zu erledigen als früher. Andererseits wollen sie ihre Ausgaben für Outsourcing-Aktivitäten trotzdem erhöhen - um sechs Prozent bis zum kommenden Jahr.

Der vielerorts erwartete Erfolg von Customer-Relationship(CRM-)Software ist bislang ausgeblieben. 25 Prozent der Befragten gaben an, in entsprechende Projekte involviert zu sein, doch nur 55 Prozent sind mit den Ergebnissen zufrieden. Die Anwendungen sind zu teuer und können die Anforderungen an die Funktionalität nicht voll erfüllen, so ein oft genannter Vorwurf. Hinzu kämen Probleme bei der Integration in die bestehende IT-Landschaft.

Den mit Abstand größten Posten im Budget der CIOs bilden die Personalkosten. Trotz einer Reduzierung der Belegschaft um durchschnittlich sechs Prozent im vergangenen Jahr entfallen auf sie laut Umfrage noch immer 42 Prozent der gesamten IT-Ausgaben. (sp)