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24.01.2003 - 

WS-Reliability erweitert Soap

Web-Services per Einschreiben

MÜNCHEN (CW) - Sun, Fujitsu, NEC, Hitachi, Sonic Software und Oracle haben eine Spezifikation veröffentlicht, die den Nachrichtenaustausch beziehungsweise Datentransfer über Web-Services zuverlässiger machen soll. Noch ist unklar, ob IBM und Microsoft das Verfahren unterstützen werden.

Bei "Web Services Reliability" (WS-Reliability) handelt es sich um eine Erweiterung des Simple Object Access Protocol (Soap), eines Kommunikationsmechanismus für Web-Dienste. Diese Header-Extensions sollen die Zustellung von via Soap übertragenen Daten garantieren und Duplikate ausschließen. Das Verfahren ist nicht an ein spezielles Transportprotokoll gebunden.

Viele Anwender wollen Web-Services dazu nutzen, Geschäftsapplikationen miteinander zu verbinden, viele zögern jedoch noch wegen Sicherheitsbedenken und der Sorge um den zuverlässigen Transport von Daten. Insofern kommt das Konzept der WSReliability zum rechten Zeitpunkt. Experten sehen jedoch ein Hindernis darin, dass IBM und Microsoft - beide spielen eine entscheidende Rolle bei Web-Services-Spezifikationen - sich noch nicht klar dazu geäußert haben, wie sie zu WS-Reliability stehen.

Standardisierungsgremien noch nicht im Boot

Zudem ist noch ungewiss, in welcher Standardisierungsorganisation der Vorschlag eingebracht wird, nahe liegend wäre aber entweder das World Wide Web Consortium (W3C) oder die Organization for the Advancement of Structured Information Standards (Oasis). Auf alle Fälle soll WS-Reliability "royalty-free", also ohne Lizenzgebühren zur Verfügung gestellt werden.

IBM hatte bereits Mitte 2001 mit HTTPR (Reliable HTTP) eine Erweiterung des Web-Protokolls vorgestellt, die auch dazu taugt, Soap-Nachrichten zuverlässig zu übertragen. Nach den Worten von Bob Sutor, Director of Web Services Technology bei IBM, ist HTTPR eher eine Ergänzung zu WS-Reliability als eine Konkurrenz.

Marko Saarinen, Director Product Management EMEA bei Bea Systems in Finnland, bezeichnet WS-Reliability als eine begrüßenswerte Initiative, da es die Verwendung von Teilen der Electronic-Business-(ebXML-)Spezifikation erlaubt. Dieses von der UN- Organisation Cefact und Oasis erstellte XML-basierende Rahmenwerk für E-Business wird von einigen Herstellern unterstützt. So ist es beispielsweise in Beas Produkt "Weblogic Integration" enthalten.

Andere Methoden zum zuverlässigen Transport von Soap-Nachrichten basieren auf herstellerspezifischen Lösungen. IBM verwendet beispielsweise hierzu seine "MQ-Series"-Technik. Auch dabei werden Einträge im Soap-Header vorgenommen. (fn)