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11.06.2004 - 

Der Markt wächst, Experten sind begehrt

Web-Services stellen IT-Berater vor neue Aufgaben

11.06.2004
MÜNCHEN (CW) - Projekte zur Einführung von Web-Service-Architekturen in den Unternehmen verlassen nach und nach den Pilotstatus. Dementsprechend sind IT-Beratungshäuser gefordert, den Anwendern mehr und tieferes Know-how für große Einführungsvorhaben zu liefern. Der Markt steht mittlerweile vor dem Durchbruch - glauben zumindest die Marktforscher von IDC.

Zu einer äußerst optimistischen Prognose kommt IDC bei der Betrachtung des Web-Services-Beratungsmarkts: Im Lauf dieses Jahres werde das Geschäft in diesem Bereich um 205 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar weltweit zulegen. In den kommenden vier Jahren rechnen die Marktbeobachter mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 75 Prozent. Insgesamt können die Consultants im Jahr 2008 auf Einnahmen von 16,6 Milliarden Dollar hoffen. "Dieses Jahr ist definitiv der Wendepunkt - zwar nicht unbedingt im weltweiten Geschäft, aber mit Sicherheit in den USA", mutmaßt Sophie Mayo, IDC-Analystin.

Das ist Balsam für die zuletzt arg gebeutelte Consulting-Branche. Allerdings sind die wenigsten Dienstleister auf einen derartigen Boom vorbereitet, denn für groß angelegte Einführungprojekte fehlen die entsprechend ausgebildeten Berater. "Accenture, IBM Global Services und Capgemini haben einen Pool an Consultants mit den erforderlichen Fähigkeiten, und sie schulen mit ihrem Wissen weitere Kollegen", schildert Mayo die derzeitige Situation. "Weil die Nachfrage aber so rasant steigt, werden die Unternehmen Schwierigkeiten bekommen, ausreichend Experten zur Verfügung zu stellen."

Die Anwender benötigen vornehmlich Hilfe dabei, eine Standard-basierende serviceorientierte Architektur (SOA) in die vorhandene IT-Landschaft einzuziehen. In der Regel sind sie auf die Unterstützung von Experten angewiesen, die IT-Installationen entwerfen und integrieren können. Weniger gefragt sind indes individuelle Web-Services-Projekte und demnach reine Softwareprogrammierer.

IBM kündigte bereits intensive Schulungen an und erwartet bis Jahresende, etwa 35000 mit Web-Service-Know-how ausgestattete Experten unter Vertrag zu haben. Accenture wiederum profitiert von der engen Kooperation mit Microsoft im Rahmen des Joint Ventures Avanade. Schließlich macht Capgemini geltend, einen im Dezember 2003 und mit 4,3 Milliarden Euro dotierten Vertrag mit der britischen Finanzbehörde Inland Revenue nur deshalb gegen Accenture und EDS gewonnen zu haben, weil man über umfangreichere Web-Service-Erfahrung verfüge. (jha)